Mit Home Assistant Webhooks dein Smarthome beliebig steuern

In diesem Beitrag beschreibe ich, wie du mit einem Home Assistant Webhook dein Smarthome absolut beliebig steuern kannst. Was meine ich damit? Einen Webhook kann eigentlich nahezu „alles“ auslösen und hierauf kann dein Home Assistant dann reagieren. Somit kannst du Dinge in deinem Smarthome automatisieren, sobald ein Webhook ausgelöst wurde.

Was genau ist eigentlich ein Webhook?

Webhooks ermöglichen es, einer Server-Software mitzuteilen, dass ein bestimmtes Ereignis eingetreten ist und eine Reaktion auf das Ereignis auszulösen.

Wikipedia: Webhooks

Ein Webhook ermöglicht es einer Anwendung A der Anwendung B das Eintreten eines Ereignisses mitzuteilen. Anwendung B wird also informiert, dass ein ganz konkretes Ereignis eingetreten ist und kann dann aufgrund dieser Info „reagieren“.

Ein konkretes Beispiel für Home Assistant verdeutlicht das Prinzip von Webhooks vermutlich ganz gut: Du hast einen Home Assistant Webhook erstellt (wie das geht erkläre ich gleich noch) der von einer Anwendung ausgelöst werden kann. Nehmen wir an, wenn immer der 1. FC Köln ein Tor schießt wird dieser Home Assistant Webhook von einer App ausgelöst. Im Augenblick des Auslösens des Webhooks erfährt dein Home Assistant also das der 1. FC Köln ein Tor geschossen hat. Und wenn immer das passiert, kannst du mittels einer Automatisierung bspw. alle ZigBee-Lampen im Haus flackern lassen.

Okay, ein wenig konstruiert das Szenario (so oft schießt der 1. FC Köln leider keine Tore ;)), aber das Prinzip dürfte verstanden sein: Ein Webhook kann als Tast-Schalter verstanden werden, der über das Web ausgelöst werden kann. Und wenn immer dieser Tast-Schalter ausgelöst wird, kann Home Assistant darauf reagieren.

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Erstellen eines Home Assistant Webhooks

In Home Assistant erstellt man Webhooks am einfachsten, wenn man die Home Assistant Cloud über Nabu Casa nutzt. In diesem Fall geht man wie folgt vor:

In den Automatisierungen wählt man als Auslöser den Eintrag Webhook aus. Das Feld Webhook ID wird automatisch mit einem Zufallswert gefüllt. Für einen einfachen Test nehmen wir nun noch folgende Einstellungen vor:

Ein Klick auf das Zahnrad öffnet ein Kontext-Menü in dem wir GET auswählen und den Haken bei „Nur über das lokale Netzwerk zugänglich“ entfernen:

Home Assistant Webhook

Mit der Auswahl von GET ermöglichen wir das Ausführen des Webhook per einfachem Aufruf der URL im Browser. Je nach konkretem Anwendungsfall kann es sein, dass HEAD, POST oder PUT richtig sind. Für unseren einfachen Test genügt aber GET als Auswahl.

Ist deine neue Automatisierung angelegt und gespeichert, wechseln wir zu Einstellungen -> Home Assistant Cloud. Hier navigieren wir zu dem Bereich Webhooks. Dort sollte nun ein neuer Eintrag für den durch die Automatisierung (Automation) von dir erzeugte Webhook aufgeführt werden. Du erkennst diesen an der eindeutigen Webhook ID.

Home Assistant Webhook einrichten

In der entsptechenden Zeile sollte rechts ein Ein-/Aus-Schalter sein. Diesen musst du nun einmalig betätigen. Als Reaktion sollte sich dann ein Mini-Dialog öffnen, in welchem die URL für deinen neuen Webhook angezeigt wird. Diese URL kannst du nun kopieren.

Home Assistant Webhook aktivieren

Home Assistant Webhook aufrufen

Den soeben erzeugten Webhook für dein Home Assistant kannst du nun über deinen Browser aufrufen und somit auch Testen. Hierfür musst du nur die öffentliche Adresse, die du im Schritt zuvor kopiert hast, in die Adress-Zeile deines Browser einfügen und diese Aufrufen.

Dein Browser wird zwar eine Art Fehlermeldung anzeigen, jedoch sollte deine Automatisierung auslösen, da Home Assistant das Aufrufen des Webhooks erkannt hat.

Bei Chrome kann das dann wie folgt aussehen:

Home Assistant Webhook aufrufen

Nun weißt du, wie du als Nutzer der kostenpflichtigen Home Assistant Cloud einen Webhook einrichten kannst, der über eine öffentliche Adresse verfügt und somit von eigentlich jeder anderen an das Internet „angeschlossenen“ Anwendung aufgerufen werden kann.

Wer ein wenig Programmieren kann, wir unzählige Möglichkeiten finden, bei denen ein Webhook aufgerufen werden kann, um eine Benachrichtigung über ein Ereignis oder einen Zustand an Home Assistant zu schicken.

Home Assistant Webhook deaktivieren

Das Deaktivieren eines Home Assistant Webhooks erfolgt wie folgt: Damit ein Webhook nicht mehr verfügbar und somit nutzbar ist, musst du diesen aus der Automatisierung entfernen, für die du diesen bislang genutzt hast. Sobald du dies getan hast, sollte der Webhook unter Einstellungen -> Home Assistant Cloud nicht mehr angezeigt und somit nicht mehr verfügbar sein!

Ich halte Webhooks generell für eine spannende Möglichkeit mit sehr wenig Aufwand, schlank, Geräte miteinander kommunizieren zu lassen. So steuere ich bspw. meine Netatmo-Kamera ausschließlich über Webhooks.

Du solltest dir aber jederzeit bewusst sein, dass ein öffentlich erreichbarer Webhook (wie hier im Beitrag beschrieben erstellt) ungeschützt „online“ ist. Wenn du diesen Webhook (unbewusst) anderen mitteilst, können andere Personen den Webhook auch aufrufen. Home Assistant würde dann natürlich auf den Aufruf des Webhooks reagieren und die Automatisierung auslösen! Bitte sei dir dessen grundsätzlich bewusst!

Dieser Beitrag ist Teil einer Beitrags-Serie rund um Home Assistant.

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10 Gedanken zu „Mit Home Assistant Webhooks dein Smarthome beliebig steuern“

  1. ich habe das problem das neue webhook automatisierungen nicht im Home Assistant Cloud bereich aufscheinen?
    da gibts nur die nasa cloud
    und die OwnTracks die ja auch nur einmal geht
    kann natürlich sein das ich was übersehe, bin erst zwei wochen dabei.

    Antworten
  2. Hi ,guter Beitrag und durchaus nachvollziehbar. Was mich jedoch irritiert ist die Tatsache das du in deinem aktuellen Beitrag zur Pleite des E Bike Herstellers zu bedenken gibst ,eine Cloud basierte Lösung zu vermeiden. In diesen Beitrag hier gibst du nur ein einziges Beispiel und das ist Cloud basiert ,aber von homeassistant. Bedeutet das nun das homeassistant Cloud niemals so etwas passieren kann ,nicht einmal kurze oder längere Ausfälle? Ist das nun mit zweierlei Maß gemessen und nur eine Art Werbung für die überteuerte homeassistant Cloud die Werbetrommel zu führen um sinkende Umsätze oder gar Pleite zu verhindern oder gibt es für Webhooks nur die Cloud Lösung und nur von homeassistant ?
    Wenn ja dann wäre Webhooks völlig uninteressant und ein Widerspruch zudem was du im aktuellen Beitrag und deiner nicht Empfehlung jeglicher Clouds, geschrieben hast .Das ist mir halt nicht ganz einleuchtend warum du nur diese Cloud empfiehlst und keinerlei Beispiel für eine andere Cloud oder gar ohne Cloud nutzen zu müssen ,beschreibst ..Sorry aber ich will es nur verstehen ..Schlimm genug das man die meiner Meinung mach wichtigsten Assistenten wie Alexa usw nur über diese teure HA Cloud relativ einfach nutzen kann bzw gezwungen werden soll diese Cloud zu verwenden und es keine einfache Lösung ohne Cloud gibt .Über Umwege gibt es ja etwas aber halt für Anfänger eher nicht geeignet .Alexa ist in jeder App überall verfügbar ,nicht aber bei homeassistant und eigentlich zimondest für mich ,homeassistant ohne alexa so gut wie nicht zu gebrauchen. Ich habe dennoch homeassistant am laufen und viel Zeit und auch Geld investiert aber nochmal Licht an oder aus per Sprache nutzen zu können ist im Prinzip ein Witz ein solches gutes System wie homeassistant ernsthaft zu nutzen .Ich habe den sky Zigbee Dongle zb gekauft um genau diese Clouds von zb Hue nicht mehr nutzen zu müssen ..letztendlich ist das aber zur Zeit völlig Unsinn weil alexa null Zigbee erkennt und somit ich per Handy rum rennen muss oder am Server sein muss um Licht einzuschalten ..Und definitiv werde ich nicht diese Cloud kaufen ..Für einmalig zb 50 Euro würde ich es mir überlegen aber niemals dieses teure jährliche Abo kaufen

    Ist nur meine Meinung und macht homeassistant im Nachhinein nicht unbedingt attraktiv ,das kann jedes andere System besser ..!

    Antworten
    • Hi!
      Das mag widersprüchlich klingen, insbesondere wie du es darlegst. Aber in meinen Augen ist es genau andersrum: Home Assistant wird dir grundsätzlich kostenlos zur Verfügung gestellt und ermöglicht es dir nahezu unendliche Systeme und Geräte miteinander zu verbinden – und das auf einem Update- und Qualitäts-Level, das man sich von manch anderem vermeintlichen Smarthome-Anbieter nur wünschen könnte.

      Damit das alles so ist, arbeiten nicht wenige Menschen stetig an der Verbesserung von Home Assistant. Das sind zum einen Opensource-Kontributoren und natürlich das Team hinter Home Assistant. Home Assistant ist letztlich ein Freemium-Modell – keine Frage.

      Bei anderen scheinheiligen Smarthome-Anbietern (Google oder Amazon, und das aus meinem Mund, obwohl ich selbst täglich deren Dienste nutze ;)) zahlst du immer mit deinen Daten oder longterm doch für Abos (siehe das Ring-Abo von Amazon bspw.). Da beschwert sich dann aber keiner, weil es ja vermeintlich kostenlos ist oder man schon so in deren Systemwelt gefangen ist, das es Alternativlos ist. Ich verurteile das nicht, warne aber vor den möglichen Konsequenzen. Da ist mir ein bezahltes Abo für ein funktionales, wachsendes Smarthome lieber.

      Und wie du selbst sagst, gibt es für Cracks auch mit Home Assistant in der Regel immer Möglichkeiten „alles“ auch kostenlos zu bekommen. Andere lassen das gar nicht erst zu…

      Wie in dem anderen Beitrag geschrieben: Ich habe da eine sehr eindeutige und vermutlich auch nicht mainstream-fähige Meinung. Aber ich zahle lieber dem Underdog 6 € im Monat als mich von Big Playern in künstliche Abhängigkeiten drängen zu lassen (um dann bspw. mit Matter hintenrum eine scheinheilige Lösung verkauft zu bekommen). Außerdem macht es mir auch ein klein wenig Spaß, mir „die Hände schmutzig zu machen“ 😉

      Ja, bei Voice-Control hat Home Assistant noch Potenzial – aber 2023 ist ja bekanntlich „the year of the voice“ – also Abwarten, was da noch alles, deutlich datenschutzfreundlicher, möglich werden wird. 😉

      Alles nicht böse gemeint, aber mich nervt die Kostenlos-Mentalität, weil die in meinen Augen sehr kurzfristig gedacht ist. 😉 Und „einmalig 50 Euro“ ist doch genau Teil des Problems, welches VanMoof auch hatte: Es entstehen laufende Kosten für die 24/7-Infrastruktur – da kann kein Anbieter mit einer Einmalzahlung auf alle Ewigkeit funktionieren!

      VG

      Olli

      Antworten
  3. Schöner Artikel, besten Dank. Nur der Titel ist in meinen Augen missverständlich. Ich dachte ich könnte einen webhook auslösen und damit etwas auf meinem Smartphone auslösen.

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