In dieser Woche stolperst du im Technik-Kosmos รผber alles von Home-Assistant-Begriffsakrobatik รผber ein Arduino-Mini-Wunderbrett bis hin zu einer Smartbirne, die plรถtzlich Minecraft hostet, einem Drucker, der endlich nicht gegen dich arbeitet, und Robotaxis, die jetzt auch auf der Autobahn Gas geben dรผrfen โ kurz: ein bunter Ritt durch Hacks, Hardware und Highspeed-Zukunft, bei dem du garantiert mindestens einmal schmunzelst.
Inhaltsverzeichnis
Add-ons oder dann doch lieber Apps?
Der vermutlich den meisten bekannte Frenck hat den Vorschlag eingebracht, dass Add-ons ins Home Assistant zukรผnftig lieber Apps heiรen sollten, da die Bezeichnung Add-ons nicht wirklich zutreffend und fรผr HA-Neulinge auch verwirrend sein kann: Rename „Add-ons“ to „Apps“.
Der Vorschlag wird im Groรen und Ganzen begrรผรt โ viele Stimmen sehen den Nutzen in einer verstรคndlicheren Begriffswahl fรผr Nutzer. Gleichzeitig wird nicht blind alles รผbernommen: Es gibt legitime Fragen zur Begriffswahl, zur Verwechslungsgefahr (โAppsโ vs โMobile Appโ) und zur Konsistenz der Dokumentation/Technik. Es scheint in meinen Augen aber nicht unwahrscheinlich, dass die vorgeschlagene Umbenennung wohl bald erfolgen wird – auch, da Paulus Schoutsen der Vorschlag gefรคllt.
Kurz gesagt: Der Vorschlag hat gute Chancen, umgesetzt zu werden, wobei noch Feinschliff bei Begriff und Kommunikation nรถtig ist.
Kleiner Kasten – groรe Wirkung
Stell dir ein winziges Entwicklungsboard vor, das mehr draufhat als so mancher Groรcomputer โ genau das ist der neue Arduino Nesso N1. Mit dem leistungsstarken ESP32-C6, Touchscreen, Batteriebetrieb und Funkstandards von Bluetooth รผber Zigbee bis LoRa ist das Teil wie ein Schweizer Taschenmesser fรผrs Internet der Dinge โ vom smarten Zuhause bis zur industriellen Sensormaschine.
Und das Beste: Du musst kein Elektronik-Guru sein, um loszulegen. Ob รผber die Arduino IDE, MicroPython oder UIFlow โ das Ding ist so offen und flexibel, dass sowohl Bastler als auch Profis damit durchstarten kรถnnen. Einfach anschlieรen, losprogrammieren und die Welt vernetzen! Ich bin gespannt, wann wir das erste ESPHome-Projekt hiermit sehen!
Lichtbirne trifft Gaming-Server
Stell dir vor: eine billige Smart-LED-Birne bekommt einen Hardcore-Tech-Hack verpasst โ der Bastler รถffnet das Gehรคuse, lรถtet wie ein Schrauber bei Vollmond und extrahiert den winzigen BL602-Chip (192 MHz, 276 KB RAM). Er installiert darauf einen Mini-Minecraft-Server mit einer Weltgrรถรe von rund 90 000 Bytes โ ja, Byte, nicht Megabyte.
Du glaubst vielleicht, solche Bastelaktionen sind nur Nerd-Mythos? Dieser Hack zeigt: Wenn du genug Mut zum Lรถtkolben hast und ein Lichtmittel zur Verfรผgung, kรถnnte dein Wohnzimmer bald die kleinste Minecraft-Instanz der Welt beherbergen. Zwar fehlen Features wie im regulรคren Server, aber drei Spieler konnten tatsรคchlich zocken โ auf einer Birne!
Wer mehr darรผber wissen will, kann sich das Ganze hier anschauen:
Druck mal anders: Dein eigener offen-gebauter Drucker
Stell dir vor: Ein Drucker, den du wirklich selbst reparieren kannst โ ganz ohne Geheim-Chips oder โnur noch passende Patronen erhรคltlichโ-Falle. Genau das bietet das Projekt Open Printer: Der Herz- und Hirnยญteil ist ein Raspberry Pi Zero W, die Mechanik basiert auf Standardยญteilen, und die Elektronik lรคuft unter freier Lizenz.
Das heiรt fรผr dich: Keine nervige DRM-Patronenbindung, kein Frรผhยญrente-Drucker (designed for obsolescence) und stattdessen volle Kontrolle โ ob A4-Blatt oder Papierrolle, schwarz-weiร oder bunt, das alles ist vorgesehen.
Warum das cool ist โ und ein bisschen Wildwest
Kurz gesagt: Hersteller machen gern dicht an ihren Drucksystemen โ aber hier bekommst du ein offenes รkosystem mit austauschbaren Komponenten, Upgrades und DIY-Spirit. Und das Ganze steckt in einem Gerรคt, das eher wie ein Bastel-Projekt aussieht als wie ein verstaubter Bรผro-Drucker. Wenn du Lust hast, dein technisches Spielzeug selbst zu beherrschen statt beherrscht zu werden โ voilร .
Autobahn-Freigabe fรผr Roboter-Taxen
Stell Dir vor: Du sitzt gemรผtlich in einem surrenden Taxi ohne Fahrer โ und plรถtzlich jagt das Ding mit hoher Geschwindigkeit รผber die Autobahn. Genau das darf jetzt Waymo machen: Die Tochterfirma von Alphabet Inc. lรคsst ihre autonomen Roboยญtaxis kรผnftig nicht mehr nur in den Stรคdten von San Francisco und Los Angeles rollen, sondern auch auf den Freeways โ also den US-Autobahnen mit 89 km/h bis 129 km/h Tempo.
Dahinter steckt das solide Fahren von ยซMillionen von Meilen auf Freewaysยป, wie Waymo schreibt โ Ergebnis: Der Dienst soll nun sicher und zuverlรคssig auf den viel befahrenen Strecken angeboten werden.
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