Diese Woche, bei meinem eigenen kleinen Meetup-Experiment hier in Köln, stand ich mit einem von euch auf einmal da und habe von ihm selbst entwickelte Hardware, vorgeführt bekommen. Technisch auf einem Niveau, von dem ich nur träumen kann! Eigene Platine, durchdachte Sensoren, ein Funksignal, von dem ich noch nie gehört habe und alles für einen vorhandenen Anwendungsfall. Das war die Art von Hardware und Software, die man auf Amazon oder bei Shops aus Fernost nicht findet. Echte Handarbeit mit sehr viel Zeitaufwand und echter Passion. Aber genau da, im direkten Gespräch, kam raus, wie er ein Problem gelöst hat, das ziemlich sicher auch noch andere haben.
Das ist im Kern der Grund, warum ich diesen Beitrag schreibe.
Und bevor ich es vergesse: Vielen Dank an Jonas von technikinside für das Titelbild des Blogbeitrags!
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Zwei Ebenen von Community – und warum beide wichtig sind
Wenn man über die Home-Assistant-Community redet, denkt man zuerst an das Offensichtliche: YouTube-Kommentare, das Forum, Reddit, Discord-Server. Das ist wertvoll, keine Frage – ich lebe qualitativ davon, dass Leute unter meine Videos schreiben, was bei ihnen funktioniert hat und was nicht. Das ist eine Art kollektives Debugging, das ohne das Internet gar nicht möglich wäre.

Aber es gibt eine zweite Ebene, die viel seltener zur Sprache kommt: das persönliche Treffen. Und die funktioniert anders. Nicht besser, nicht wichtiger – aber anders.
Was bei einem Meetup passiert, was online nicht passiert
Ein paar Beobachtungen aus meinem eigenen kleinen Experiment:
Dinge werden gezeigt, die nie einen Blogpost wert gewesen wären. Der selbst entwickelte Sensor von eben. Vielleicht zu speziell für einen eigenen Artikel, zu wertvoll, um sie für sich zu behalten – die perfekte Größe für ein „zeig mal, was du da gebaut hast“. Aber vielleicht auch das nächste große Ding, dass nur noch nicht wahrgenommen wurde!
Probleme lösen sich synchron statt asynchron. Online dauert der Austausch „hast du das schon probiert?“ oft Tage. Am Tisch sind das drei Sätze und ein Blick auf die Config. Und im Zweifel tauscht man Kontaktdaten aus und löst das Problem im Nachgang gemeinsam dann doch virtuell.
Die Leute kommen aus komplett unterschiedlichen Ecken. Elektriker, Softwareentwickler, absolute Quereinsteiger, die einfach nur ihr Zuhause schlauer machen wollen. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Lösungen entstehen, auf die eine homogene Gruppe nie gekommen wäre.
Der ehrliche Teil
Damit das hier nicht zu einer Lobeshymne wird: Meetups skalieren nicht. Ein YouTube-Video erreicht an einem Tag mehr Leute als zehn Meetups in einem Jahr. Die Organisation ist Aufwand, die Termine sind unbequem, und manchmal sitzen fünf Leute in einem Raum und keiner traut sich, das Eis zu brechen. Zum Glück waren es bei meinem Debüt aber knapp 50 – danke, dass ihr da gewesen seid! 🙂
Aber genau diese fehlende Skalierbarkeit ist vermutlich der Grund, warum es funktioniert. Es gibt keinen Algorithmus, der entscheidet, wer gehört wird. Es gibt nur Leute, die sich die Zeit nehmen, hinzufahren. Und Menschen die sich einbringen (wollen oder müssen – Danke lieber Flo für deinen „spontanen“ Vortrag ;)).
Flos Vortrag findet in quasi hier in seinem eigenen Video dazu:
Und Teile meines Vortrags findest du hier:
Die größere These
Home Assistant ist längst kein reines Softwareprojekt mehr – es ist ein Ökosystem, das davon lebt, dass Menschen ihr Wissen freiwillig und ungefragt teilen. Foren, YouTube und Podcasts sind die sichtbare, dokumentierte Spitze davon. Das Meetup ist die konsequenteste, unmittelbarste Form – ohne Kommentarspalte dazwischen.
Und jetzt?
Ich freue mich natürlich auf das nächste vergleichbare Meetup in Köln. Geplant ist es für den 17.09. ab ca. 18 Uhr im Carlswerk. Kostenlos anmelden kannst du dich bei luma oder meetup.
Und wenn du dich inhaltlich beteiligen willst, kannst du dich sehr gerne bei mir melden! Der liebe Andrej hat schon angekündigt, dass er vielleicht was cooles zu zeigen hat, aber vielleicht hast DU ja auch noch eine grandiose Idee! 😉
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