Warme Füße, sichere Küchen und ein Sieg gegen Google

Mach dich bereit für ein Smart-Home-Update, das dir im Winter wohlig warme Füße beschert, deine Küche vor dem Abfackeln bewahrt und ganz nebenbei noch Google ordentlich in die Schranken weist! In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie Eve deine Fußbodenheizung endlich ohne lästigen Cloud-Zwang smart macht, warum Netzwerk-Enthusiasten beim ersten eigenen Thread Border Router von UniFi hellhörig werden und wie FireAvert – leider vorerst nur in Nordamerika – bei Rauchalarm präventiv den Herd abdreht. Außerdem werfen wir einen Blick auf den pfiffigen movero-sensor, mit dem du absolut diskret und ohne kompliziertes WLAN-Gefummel checken kannst, ob bei deinen Angehörigen alles im grünen Bereich ist, und feiern die wegweisende Entscheidung der EU, die Googles Monopol bei Android-Sprachassistenten endlich aufbricht, damit in Zukunft wirklich du entscheidest, auf wessen Kommando dein Smart Home hört.

Eve macht die Fußbodenheizung smart

Mit dem neuen Eve Thermostat kannst du nun auch deine wassergeführte Fußbodenheizung bequem und smart steuern. Das Wandthermostat ermöglicht eine präzise Einzelraumregelung per App, Sprachbefehl oder Zeitplan und verzichtet dabei komplett auf eine Hersteller-Cloud oder zusätzliche Abo-Kosten. Dank der offenen Standards Matter und Thread bindest du das Gerät flexibel und plattformübergreifend in dein Smart Home ein, wofür du lediglich einen passenden Hub benötigst. Zudem punktet das für rund 120 Euro erhältliche Modell mit einer geräuschlosen Schaltung sowie einem dimmbaren Display, was es besonders für den Einsatz in Ruheräumen wie dem Schlafzimmer attraktiv macht.

Eve Thermostat (Matter) - Smartes Thermostat für...*
  • FÜR WASSERGEFÜHRTE FUSSBODENHEIZUNGEN MIT VERKABELTEM THERMOSTAT...
  • PRÄZISE EINZELRAUMSTEUERUNG – Überall die passende Temperatur...

UniFi bringt eigenen Thread Border Router

Mit dem neuen „SuperLink Gateway HA“ (wobei „HA“ nicht für Home Assistant steht ;)) integriert der Netzwerkhersteller Ubiquiti erstmals einen Thread Border Router in seine UniFi-Plattform und bringt den Funkstandard damit direkt in professionelle Netzwerkumgebungen. Zwar wird UniFi dadurch vorerst keine native Matter-Plattform, doch das Gateway erweitert dein System um praktische Funktionen wie einen integrierten Notfall-Akku, ein LTE-Modul als Ausfallschutz für das Internet und die Unterstützung für bis zu 128 Thread-Geräte. Ob du künftig auch Thread-Geräte von Drittanbietern aus Ökosystemen wie Apple Home oder Google Home über den Router einbinden kannst oder er ausschließlich für kommende UniFi-Sensoren gedacht ist, bleibt derzeit noch unklar. Dennoch markiert dieser Schritt einen wichtigen Meilenstein, der die Ausbreitung von Thread abseits typischer Consumer-Hubs vorantreibt und die Grundlage für ein noch stabileres Smart Home in deinem Netzwerk schafft.

FireAvert macht dein Home Assistant sicherer (in Kanada und den USA)

Die Sicherheitsexperten von FireAvert sind der neueste Partner im „Works with Home Assistant“-Programm und bringen die ersten smarten Gas- und Elektrogeräte-Abschalter in das Ökosystem. Die Geräte, die durch das Zuhören auf den Alarm deines herkömmlichen Rauchmelders den Strom oder das Gas am Herd und an Kleingeräten rechtzeitig abschalten können, bevor ein Feuer ausbricht, kommunizieren über das lokale Mesh-Netzwerk Z-Wave. Du profitierst dabei von lokaler Steuerung ohne Cloud-Zwang, wobei die Abschalter auch bei einem Netzwerkausfall zuverlässig im Hintergrund weiterarbeiten, um dein Zuhause abzusichern. Mit einer lebenslangen Garantie und der strengen Zertifizierung für lokale Nutzung durch das Home Assistant-Team erhältst du eine unkomplizierte Lösung, um deine Küche mit offener und zukunftssicherer Smart-Home-Technik zu schützen.

Leider gibt es die Produkte bislang nur für/in Kanada und den USA…

movero-sensor: Diskrete Sicherheit ohne Überwachung

Mit dem movero-sensor kannst du unaufdringlich sicherstellen, dass es deinen Angehörigen zu Hause gut geht, ohne in ihre Privatsphäre einzugreifen. Der kompakte Bewegungssensor erfasst ausschließlich Aktivitäten im Raum und verzichtet dabei komplett auf Kameras, Mikrofone oder Ortungsfunktionen. Bleiben die gewohnten Bewegungen über einen ungewöhnlich langen Zeitraum aus, wirst du direkt per Push-Benachrichtigung in der dazugehörigen App informiert, sodass ständiges Nachfragen entfällt. Die kinderleichte Einrichtung erfordert kein kompliziertes Heimnetz-Setup oder einen Techniker, und dank der Möglichkeit, weitere Familienmitglieder in die App einzuladen, könnt ihr die Sorge um eure Liebsten gemeinsam teilen. So behältst du den Alltag im Blick und hast jederzeit die beruhigende Gewissheit, dass alles in Ordnung ist.

Der Verzicht auf ein lokales WLAN wird dadurch ermöglicht, dass der Sensor direkt über den Mobilfunkstandard NB-IoT (Wikipedia: Narrowband Internet of Things) funkt. Dadurch ist das Gerät völlig autark vom Internetanschluss vor Ort, baut sofort eine Online-Verbindung auf und kann sogar im Akkubetrieb weiterlaufen. Genau diese unkomplizierte, infrastrukturunabhängige Handhabung hat mir Christoph beim Home Assistant Meetup im Juli in Köln bei seiner persönlichen Kurzvorstellung des Geräts kurz demonstriert.

EU zwingt Google zur Öffnung von Android für alternative Sprachassistenten

Durch eine wegweisende Entscheidung der Europäischen Kommission muss Google künftig elf wichtige Android-Funktionen für alternative Sprachassistenten wie Home Assistant freigeben. Bisher hat Google tiefgreifende Systemzugriffe – darunter die energiesparende Wake-Word-Erkennung über den speziellen Audio-Chip (DSP) – exklusiv für den eigenen Assistenten Gemini reserviert, was dich bei der Nutzung lokaler Alternativen unverhältnismäßig viel Akku kostete oder dich zwang, die Google-Dienste komplett als Standard zu ersetzen. Durch die neuen, auf dem Digital Markets Act (DMA) basierenden Auflagen profitierst du ab den kommenden Android-Versionen 18 und 19 von echter Wahlfreiheit, sodass du beispielsweise verschiedene Assistenten sicher, datenschutzfreundlich und parallel mit jeweils eigenen Rufnamen nutzen kannst. Diese Entwicklung bricht die künstlichen Einschränkungen von Big Tech auf und gibt dir endlich die volle Kontrolle darüber zurück, welchen Assistenten du in deinem Smart Home die Steuerung anvertraust.

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