Canary das smarte Sicherheitssystem

Nichts möchte man besser geschützt wissen als die eigene Familie und die eigenen vier Wände. Die Vorstellung, dass Kriminelle in die eigenen vier Wände einbrechen, beunruhigt die meisten sehr. So sehr, dass es sich lohnt um die Sicherheit der eigenen vier Wände intensiver Gedanken zu machen.

Der wirkungsvollste Schutz gegen Einbrecher sind immer noch sichere Fenster und Türen. Doch als Mieter z. B. ist es nicht so einfach möglich diese austauschen bzw. entsprechend nachrüsten zu lassen. Hinzu kommt, dass der Austausch von älteren Fenstern und Türen auf einen aktuelleren Sicherheitsstandard gerne und schnell einen guten vier- bis fünfstelligen Betrag kosten kann. Die jeweiligen Branchen wissen, dass sich mit der Angst der Kunden gut und einfach Geld verdienen lässt und lassen sich entsprechende Umbauten und Nachrüstungen gut bezahlen.

Neben sicheren Fenstern und Türen kann man sich natürlich auch mit Alarmanlagen ein sicheres Gefühl „erkaufen“. Mit Bewegungsmeldern und entsprechenden Tür- oder Fensterkontakten ausgestattet, erkennt die Alarmanlage Aktivitäten in den eigenen vier Wänden und kann entsprechend Alarm schlagen. Die Installation einer solchen klassischen Alarmanlage ist jedoch meist sehr aufwendig und ebenfalls entsprechend teuer. Die Verkabelung für die benötigten Tür- und Fenster-Kontakte stellt sich hierbei als aufwendige und kostspielige Hürde dar. Und meist schlägt eine solche Alarmanlage dann nur relativ stupide Alarm, wenn eine unerlaubte Aktivität festgestellt wurde. Natürlich muss/kann den an der Außenwand eines Hauses angebrachten Alarmgebern eine gewisse abschreckende Wirkung zugesprochen werden. Einbrecher erkennen bereits beim Auskundschaften potenzieller Einbruchsziele, dass mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen zu rechnen ist.

Signalgeber einer klassischen Alarmanlage

Alternative zur klassischen Alarmanlage

Nachträglich eine solche altmodische Alarmanlage zu installieren, ist jedoch mit sehr hohen Kosten und relativ viel Aufwand verbunden. Genau wie bei dem nachträglichen Austauschen von Fenstern und Türen, werden Mieter vor einer solchen Investition tendenziell eher zurückschrecken. Insbesondere, da der Rückbau und das Mitnehmen der Sicherheitsvorkehrungen bei einem möglichen Auszug nahezu unmöglich ist. Entsprechend müsste man die Investition an den Nachmieter verkaufen um nicht für etwas bezahlt zu haben, von dem man nach dem eigenen Auszug gar nichts mehr hat.

Insbesondere an Wohnungsmieter richtet sich, meiner Meinung nach, das smarte Sicherheitssystem Canary, welches ursprünglich auf Indiegogo von 7460 Unterstützern finanziert wurde. Die Entwickler hatten sich 100.000 US-Dollar als Funding-Ziel gesetzt und wurden mit fas 2 Millionen (1.961.663) US-Dollar von den Unterstützern ausgestattet. Nachdem die Geräte der Indiegogo-Unterstützer produziert waren, stieg Canary über größere Händler und im Direktvertrieb in den Markt der smarten Sicherheitssysteme ein.

Canary das smarte Sicherheitssystem

Canary besteht im Wesentlichen aus einem zentralen Gehäuse, in welches eine HD-Kamera, ein Mikrofon und Luftsensoren eingebaut sind. Die Grundannahme des Sicherheitskonzepts sind erkannte Bewegungen oder Geräusche. Damit Canary möglichst zuverlässig funktioniert, sollte das Sicherheitssystem also an einer Stelle in der Wohnung (oder natürlich im Haus) platziert sein, die von potenziellen Einbrechern mit Sicherheit durchquert wird. Denn erst, wenn sich im Sichtbereich von Canary etwas erkennbar bewegt, kann Canary ggf. Alarmschlagen.

Startbildschirm der Canary-APP

Die Steuerung von Canary erfolgt über die kostenlose APP (für Android und iOS verfügbar) und ist gut organisiert. Anhand der Position des eigenen Handys erkennt Canary ob man zu Hause oder unterwegs ist und man kann entsprechend ortsbezogen das Verhalten von Canary steuern. Hierfür gibt es 3 verschiedene Modi (Zuhause, Unterwegs, Nacht), mit Hilfe derer das Verhalten von Canary einfach vorgegeben werden kann. So kann z. B. wenn sich Canary im Zuhause-Modus befindet die Kamera komplett ausgeschaltet werden. Oder es kann eingestellt werden, dass man bei erkannten Bewegungen im Unterwegs-Modus sofort per APP auf dem eigenen Handy informiert wird.

3 unterschiedliche Modi in der Canary-APP

Push-Benachrichtigungen bei Aktivitäten

Erhält man eine solche Aktivitäts-Meldung in der Canary-APP ist diese mit einem Video verknüpft, welches die entsprechende Szene direkt auf dem Smartphone zeigt. Diese Videos können dann bei Bedarf heruntergeladen oder mit anderen geteilt werden. Über die APP kann bei Bedarf Alarm geschlagen werden, welcher dann über den im Canary eingebauten Lautsprecher mit 90+ Dezibel erfolgt. Ein Einbrecher wird somit unmissverständlich informiert das er erwischt wurde. Ebenso kann über die APP die lokale Polizeistelle angerufen werden. Hierfür sind in Canary die lokalen Rufnummern der Polizeistellen hinterlegt und anhand des eigene (eingegebenen) Wohnortes, wird die Rufnummer der richtigen Polizeistelle auf Wunsch gewählt.

Die in Canary eingebaute Kamera beobachtet einen also rund um die Uhr und „sieht“ alles, was im Sichtbereich von Canary sieht. Damit man jedoch nicht gänzlich auf seine Privatsphäre (in den eigenen vier Wänden) verzichten muss, kann Canary jederzeit und auf Knopfdruck auf „Privat“ geschaltet werden.

Neben der eingebauten WLAN-Verbindung verfügt Canary auch über einen RJ45-Anschluss. Bei mir bereitete mir die Verbindung über WLAN dahingehend Probleme, dass zum einen die Verbindung bei der Live-Übertragung nicht sehr stabil war und zum anderen andere über WLAN-verbundene Geräte latent Probleme gemacht haben. Dies liegt aber vermutlich eher an meinem Router, als einzig an Canary. Ich konnte in meinem Fall jedoch dauerhaft Abhilfe schaffen, in dem ich Canary über LAN mit dem Internet verbunden habe. Für die LAN-Anbindung habe ich auf die PowerLAN-Stecker von Devolo zurückgegriffen und habe seitdem keine Verbindungsprobleme mehr.

Canary steht bei mir auf einer Fensterbank und blickt von dort in den Raum. Das Design des smarten Sicherheitsystems ist unauffällig und schick und stört nicht weiter. Einzig etwas schade ist die Tatsache, dass die IR-Dioden deutlich rot durch das Gehäuse durchleuchten, wenn es entsprechend dunkler ist. Zwar ist das Nachtbild von Canary wirklich super (in schwarz-weiß) jedoch stören die rot-leuchtenden IR-Dioden mich doch ein wenig.

Canary Mitgliedschaft & Erweiterungen

Canary kann grundsätzlich kostenlos genutzt werden es wird aber auch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft angeboten.

  • kostenlos (mit maximal 4 Geräten): 24 Stunden Videoverlauf (bei 2 Geräten nur 18 Stunden, bei 3 Geräten nur 12 Stunden und bei 4 Geräten nur 6 Stunden), unbegrenztes Datenvolumen, unbegrenzt viele Downloads
  • kostenpflichtig: 30-tägiger Videoverlauf, unbegrenztes Datenvolumen, unbegrenzt viele Downloads

Das Canary-Sicherheitssystem kann um weitere Canaries ergänzt werden, so dass man mehrere Räume oder Bereiche der eigenen 4 Wände smart überwachen kann. Jedoch ist Canary nur für den Indoor-Bereich ausgelegt und kann z. B. nicht die Einfahrt oder den Garten ohne weiteres Überwachen. Speziell hierfür hat Canary im September 2016 Canary Flex angekündigt. Canary Flex ist eine wasserdichte Kamera, die batteriebetrieben an nahezu jedem Standort angebracht werden kann, solange ein WLAN zur Verfügung steht.

An sich ist Canary eine kostengünstige Alternative zur klassischen Alarmanlage und macht insbesondere für Besitzer oder Mieter einer Wohnung absolut Sinn. Entscheidet man sich dann allerdings für die kostenpflichtige Mitgliedschaft, wird Canary mit der Zeit doch relativ teuer. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass die Hardware in 1-2 Jahren vermutlich technisch nicht mehr state-of-the-art sein wird – also eine Neuanschaffung vermutlich von Nöten sein wird. Diese potenzielle Neuanschaffung ist natürlich nicht verpflichtend, jedoch wird es schwer sein zu widerstehen, sollte in 2 Jahren Canary z. B. eine noch bessere Auflösung oder ähnliches haben. 🙂

Abzuwarten bleibt auch, ob Canary irgendwann auch Smart-Home-Funktionen bekommen wird und z. B. mit den smarten Heizkörperthermostaten von tado kommunizieren kann. So könnte Canary wie Amazons Alexa oder Google Home als Schaltzentrale dienen – Temperaturmessung und eingebaute Mikrofone hat Canary schließlich auch.

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