Apollo Automation TEMP-1 im Test: Der modulare ESPHome-Temperatursensor für Home Assistant

Das kleine Teil, das ich hier in den Händen halte, ist der TEMP-1 Temperatursensor von Apollo Automation. Unter meinem Video vor ein paar Wochen über den PUMP-1 von Apollo wurde sich eine Produktvorstellung des TEMP-1 von euch gewünscht – also schauen wir uns das Ding doch einfach mal genauer an. Es lohnt sich übrigens wirklich, Kommentare unter meine Videos zu schreiben, denn damit beeinflusst du die Inhalte dieses Kanals direkt!

Wenn du Bewegtbild lieber magst, findest du hier auch mein Video zum TEMP-1:

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ESPHome-Temperatur-Sensor von Apollo Automation: TEMP-1

Weil ich weiß, dass du direkt wissen willst, was man mit dem TEMP-1² machen kann, kommen hier die besten Einsatzmöglichkeiten direkt vorab:

  • Lebensmittelsicherheit im Kühlbereich: Du kannst den Sensor an deinen Kühlschrank oder Gefrierschrank klemmen. Das flache Kabel des optionalen Sensors lässt sich einfach durch die Türdichtung legen, um die Innentemperatur lückenlos zu überwachen. Keine offene Tür, keine dicke Lücke – alles bleibt dicht und sicher überwacht.
  • Grillen und Kochen: Es gibt einen lebensmittelechten Edelstahl-Fühler. Den steckst du einfach ins Fleisch, und dein Smart Home sagt dir Bescheid, sobald das Pulled Pork perfekt fertig ist.
  • Aquarien und Pools: Apollo bietet komplett wasserdichte Sensoren für diesen Zweck an. Die Fische im Aquarium werden es dir danken.

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Was genau ist der TEMP-1?

Der TEMP-1 ist ein Temperatursensor, der speziell für Home Assistant und ESPHome entwickelt wurde. Wer meinen Kanal kennt, weiß, wie sehr ich Cloud-Zwang hasse. Wenn das Internet ausfällt, soll das Smart Home trotzdem einwandfrei funktionieren. Zudem geht es niemanden außer mich etwas an, welche Temperatur mein Gefrierschrank hat. Hier passiert alles absolut lokal.

Der Sensor verbindet sich über WLAN oder Bluetooth mit deinem Netzwerk. Das bedeutet für dich: auspacken, anschließen, und Home Assistant erkennt ihn sofort automatisch. Nach der Entdeckung folgst du einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm für die volle Integration. Wenige Klicks später ist der Sensor als vollwertiges ESPHome-Gerät Teil deines Smart Homes und kann deine Automationen noch smarter machen. Keine nervigen Bridges von Drittherstellern, keine Registrierung in einer externen Cloud. Einfach reines, lokales Smart Home.

Der Preis liegt bei knapp 25 Euro² ohne zusätzliche Fühler. Für die gebotene Leistung und Flexibilität ist das meiner Meinung nach ein echt fairer Deal.

Klar, es gibt halbwegs vergleichbare Temperatursensoren mit Zigbee für etwas weniger Geld. Aber diese sind dann eben nicht modular an deinen genauen Bedarf anpassbar. Außerdem setzen sie zwingend ein funktionierendes Zigbee-Netzwerk voraus, während ein WLAN-Netzwerk ohnehin in jedem Haushalt vorhanden ist. Ich habe einen solchen Zigbee-Temperatursensor selbst seit längerer Zeit im Einsatz, aber der TEMP-1 bietet einfach deutlich mehr Möglichkeiten.

Mein bisher schon genutzter Zigbee-Temperatursensor:

SONOFF SNZB-02LD Zigbee wasserdichter Temperatursensor mit...*
  • Wasserdichtes Design:Die IP65-zertifizierte Hauptvorrichtung...
  • Breiter Temperaturbereich:Ausgestattet mit einer 1,5 m langen...

Bevor jetzt die ersten DIY-Bastler aufschreien: Natürlich kann man sich so etwas auch selbst bauen und alle Einzelteile bestellen. Allerdings benötigt man dann noch ein passendes Gehäuse. Um wirklich alle Funktionen des TEMP-1 nachzubauen, muss man zudem selbst zum Lötkolben greifen und zusätzliche Komponenten für die Diode und den Summer integrieren. Beim TEMP-1 ist das alles bereits fertig einsatzbereit.

Stromversorgung nach Maß: Flexibel und durchdacht

Was mir richtig gut gefällt, ist die Flexibilität bei der Stromversorgung. Es gibt den TEMP-1 nämlich direkt in zwei unterschiedlichen Versionen:

Version A (USB-C-Variante): Wenn du irgendwo eine Steckdose in der Nähe habt – zum Beispiel am Server-Rack oder neben dem Aquarium –, schließt du einfach ein USB-C-Kabel an und musst dir nie wieder Gedanken über die Stromversorgung machen.

Version B (Akku-Version): Da, wo man einen Sensor dringend benötigt, ist meistens keine Steckdose frei. Deshalb gibt es die Variante mit einer wiederaufladbaren 16340er Batterie. Wenn du die Energiespar-Settings – also den Sleep-Mode im ESPHome – gut einstellst, hält das kleine Ding laut Hersteller bis zu sechs Monate durch, bevor du den Akku kurz aufladen musst. Das läuft komplett kabellos. Du kannst ihn mit der optionalen Magnethalterung einfach außen an die Gefriertruhe pappen. Richtig entspannt.

Modulares Zubehör und hohe Messgenauigkeit

Apollo bietet verschiedene Optionen an, die man einzeln dazu kaufen kann. Es gibt ein flaches Kabel in 20 Zentimetern oder anderthalb Metern Länge. Das Kabel ist wasserdicht und verfügt über einen integrierten DS18B20-Sensor, der Temperaturen bis zu 85 Grad Celsius aushält. Dieses flache Kabel ist ein echter Problemlöser für Kühl- und Gefrierschränke. Man kennt ja diese dicken, runden Kabel, bei denen die Kühlschranktür nicht mehr richtig schließt und Luft zieht. Das passiert hier ziemlich sicher nicht. Das Kabel ist so dünn, dass du es einfach auf die Dichtung legst: Tür zu, fertig. Ein Blick in die Bewertungen anderer Nutzer bestätigt genau das.

Für die Grillmeister gibt es einen einen Meter langen Edelstahl-Fühler, der für Temperaturen bis über 200 Grad ausgelegt ist. Den steckst du in den Braten, und das Teil schickt die Temperatur direkt an dein Home Assistant Dashboard. Es gibt sogar einen 4-Wege-Splitter, falls du mehrere Fühler gleichzeitig betreiben möchtest. Gemäß Nutzerberichten sind die Messwerte des TEMP-1 sehr genau, was durch Referenzmessungen mehrerer Anwender getestet und bestätigt wurde. Alles andere hätte mich bei Apollo auch gewundert, aber solche Kontrollmessungen sind natürlich Gold wert.

Der TEMP-1² hat aber nicht nur Anschlüsse für externe Fühler, sondern auch eigene Sensoren direkt auf der Platine. Verbaut ist ein AHT20-F Sensor, der die Umgebungstemperatur und die Luftfeuchtigkeit misst. Ein kleiner Tipp hierzu von Apollo selbst: Der WLAN-Chip strahlt ein bisschen Wärme ab. Damit die internen Werte extrem präzise sind, solltest du den Sleep-Modus nutzen. Dann kühlt der Chip herunter und misst absolut exakt.

Das persönliche Highlight: Lokale Alarmierung am Gerät

Der TEMP-1 bietet eine Alarmierung direkt am Gerät selbst. Das Teil hat eine eingebaute RGB-LED und einen kleinen Piezo-Buzzer. Wenn der Gefrierschrank beispielsweise wärmer als -10 Grad wird, schickt dir Home Assistant natürlich eine Push-Nachricht aufs Handy. Aber was ist, wenn du das Smartphone gerade nicht dabei hast? Du kannst den TEMP-1 so programmieren, dass er anfängt rot zu blinken und laut zu piepen, sobald die Temperatur einen kritischen Grenzwert überschreitet. Wenn du dann im Keller stehst und das Piepen hörst, weißt du sofort, dass etwas nicht stimmt. Das kann ein klassischer Zigbee-Sensor beispielsweise alles nicht. Gerade diese Alarmfunktion direkt am Sensor finde ich super praktisch.

Open Source und echte Nachhaltigkeit

Alles beim TEMP-1 und den anderen Produkten von Apollo ist komplett quelloffen. Du findest den gesamten Code transparent auf GitHub. Und falls dir das Gehäuse nicht gefällt oder du eine ganz spezielle Halterung benötigst, liegen die CAD-Dateien auf Printables bereit. Du kannst dir dein eigenes Zubehör also einfach zuhause auf dem 3D-Drucker ausdrucken. Die Reparierbarkeit und Anpassbarkeit stehen hier klar im Vordergrund. Wenn ein Bauteil kaputt geht, kannst du es theoretisch selbst tauschen. Genau so muss ein modernes Smart Home aussehen: keine unzugänglichen Blackboxen, sondern offene Technik.

Fazit

Wenn du einen zuverlässigen Sensor suchst, der komplett lokal arbeitet, out-of-the-box mit Home Assistant funktioniert und durch die verschiedenen Fühler mega flexibel einsetzbar ist – egal ob für den Gefrierschrank, den Pool oder das BBQ –, dann solltest du dir den Apollo TEMP-1 definitiv anschauen.

Den Link zum Shop findest du hier: Apollo Automation². Das ist ein Affiliate-Link, bei dem ich eine kleine Provision erhalte, die den Kanal unterstützt – vielen Dank für deinen Support! Schreib mir gerne in die Kommentare, ob du schon mal einen „Gefrierschrank-Unfall“ hattest oder welche Produkte ich als nächstes testen soll.