High-Tech trifft Nostalgie: Ratternde Dashboards, KI-Fails und volle Ladekontrolle

Während ESPHome mit der neuesten Version gnadenlos den Leistungsturbo zündet und der Open-Home-Newsletter neben wichtigem Datenschutz auch die Absurdität neunminütiger KI-Essensbestellungen thematisiert, wird es in deinem Zuhause richtig kreativ: Du kannst verstaubte 90er-Jahre-Macs in smarte Jukeboxen verwandeln, dein Dashboard mit ratternden Flughafen-Fallblattanzeigen und eleganten Wortuhren aufmotzen oder mit der neuen Kamera-Galerie endlich Ordnung in dein Überwachungsvideo-Chaos bringen. Und damit du bei all den Basteleien auch unterwegs die volle Kontrolle behältst, sorgt der brandneue evcc-Fernzugriff dafür, dass du deine Ladevorgänge ab sofort geschmeidig und sicher aus der Ferne managen kannst.

ESPHome 2026.4.0: Massive Leistungssteigerung und neue Features

Mit dem Update auf ESPHome 2026.4.0 erhältst du umfangreiche Leistungs- und Stabilitätsverbesserungen für alle deine Plattformen. Deine ESP32-Geräte laufen nun standardmäßig auf maximaler CPU-Frequenz für 33 % schnellere API-Vorgänge und bieten dir 40 KB mehr IRAM, signierte OTA-Updates sowie anpassbare Partitionstabellen. Auch der ESP8266 profitiert von einem neuen Crash-Handler, während eine komplett neue, ausgelagerte Log-Formatierung die Veröffentlichung von Sensordaten um bis zu Faktor 46 beschleunigt. Die Bluetooth-Proxy-Weiterleitung wurde extrem optimiert, der Code für ESP-IDF 6.0 vorbereitet und das überarbeitete Substitutionssystem lädt deine Konfigurationen nun bis zu 18-mal schneller. Zusätzlich stehen dir fünf neue Ethernet-Chip-Typen, I2C-sparende GPIO-Expander mit Interrupt-Steuerung, LVGL v9.5.0, eine native Mitsubishi CN105-Klimasteuerung, vier neue Sensorkomponenten und ein praktischer Befehl für die Remote-Kompilierung zur Verfügung.

Zu ESPHome wird bei mir hier die kommenden Woche noch einiges spannendes folgen – stay tuned! 😉

Smart Home, aber mit Privatsphäre (und ohne Clippy)

Im aktuellen Newsletter der Open Home Foundation fasst Paulus Shoutson (primär) die aus der „Open Home“-Sicht relevanten Neuigkeiten der letzten Wochen zusammen:

Die „State of the Open Home 2026“ war offenbar ein voller Erfolg und hat deutlich gemacht: Hier wird nicht einfach nur ein fertiges Produkt präsentiert und du sollst artig applaudieren. Vielmehr geht es darum, gemeinsam eine smarte Zukunft aufzubauen, die auf Privatsphäre, Wahlfreiheit und Nachhaltigkeit setzt. Statt glatter Firmenpräsentationen gab es echte Leidenschaft von echten Menschen, die wollen, dass sich Neulinge im Open Home genauso wohlfühlen wie die eingefleischten Technik-Nerds.

Neben der Rückschau auf das Event gab es auch spannende Updates aus der Community: Music Assistant 2.8 bringt die Party-Vibes, Home Assistant 2026.4 bringt Infrarot-Geräte zurück aus der Versenkung (Zeit, die Schubladen auszumisten!), und Heatit ist jetzt offizieller Partner für Z-Wave-Heizungslösungen, die auch norwegische Winter überleben. Und falls du am 1. April dachtest, dein Home Assistant hätte plötzlich Windows-95-Vibes inklusive aufdringlicher Büroklammer – keine Sorge, das war nur ein Scherz, Feedback zum echten Design wird aber trotzdem gerne genommen.

Auch der Rest der Tech-Welt schläft nicht: Während Europa von digitaler Souveränität träumt, verbieten die USA ausländische Router und China erzwingt kurzerhand Interoperabilität bei Smart-Home-Geräten. Google kämpft derweil mit einer KI, die neun Minuten für eine Essensbestellung braucht (da bist du zu Fuß fast schneller beim Imbiss), und Smart-TVs mutieren immer mehr zur reinen Werbefläche. Umso wichtiger, dass Open-Source-Projekte wie dieses weiter von der Community unterstützt werden – denn kostenlos nutzbar heißt eben nicht, dass es nichts kostet.

Neben den klaren Statements pro „Open Home“ war in meinen Augen auch die deutlich sichtbare Gewichtsabnahme von Paulus bemerkenswert – das hat zwar nicht direkt etwas mit unseren geliebten Smart Homes zu tun, aber zeigt, was mit „Technik“ (Zepbound) noch so alles möglich ist. 😉

Wenn der Retro-Mac plötzlich den DJ spielt

Hast du auch noch so einen grauen, alten Macintosh-Kasten aus den 90ern herumstehen? Anstatt das museumsreife Teil im Keller verstauben zu lassen, kannst du es wie dieser smarte Bastler machen und dem Oldtimer ein grandioses zweites Leben als Jukebox einhauchen. Befüllt mit einem Raspberry Pi 5, einem 8-Zoll-Touchscreen, einem SONOS Amp und angetrieben von einem Mac Mini als Home-Assistant-Gehirn, mutiert das Retro-Gehäuse zur modernen Kommandozentrale für Musik, Licht und Klimaanlage. Weil der Standard-Browser dabei etwas ins Schwitzen kam, sorgt nun die Touchkio-App zusammen mit der Music Assistant-Integration für eine flüssige Bedienung – und dank Sprachsteuerung musst du dich nicht mal mehr vom Sofa erheben, um der alten Kiste den nächsten Song zu diktieren.

Smarte Galerie für deine Überwachungskameras

Mit der „Camera Gallery Card“ integrierst du eine pfeilschnelle und interaktive Medien-Galerie für deine Kameras direkt in dein Home Assistant-Dashboard. Anstatt dich durch unübersichtliche Ordner zu wühlen, scrollst du bequem durch eine aufgeräumte Zeitachse deiner Türklingel-Schnappschüsse und Videoaufzeichnungen. Du kannst alle Ereignisse gezielt nach Tagen filtern, reibungslos durch die Aufnahmen spulen und dir dank des integrierten Players sofort eine Vorschau ansehen – wahlweise sogar inklusive Live-Ansicht. Die Verwaltung deiner Dateien ist dabei völlig unkompliziert, denn du kannst Aufnahmen direkt über die Karte herunterladen oder löschen, während dir der eingebaute visuelle Editor die individuelle Einrichtung besonders leicht macht.

Ich spiele mit der Karte gerade etwas rum, da ich weiterhin auf der Suche nach einer für mich „passenden“ Darstellung von Kamerabildern und -Videos in meinem Dashboard bin. Ich habe mir somit noch keine abschließende Meinung zur Camera Gallery Card gebildet, halte sie bislang aber für vielversprechend.

Bahnhofsflair und Wortakrobatik für dein Dashboard

Hast du genug von langweiligen Standard-Zahlen in deinem Home Assistant? Dann hol dir das volle Retro- und Design-Paket direkt auf den Bildschirm! Mit der „Split-Flap Card“ verwandelst du dein Dashboard in eine nostalgische Fallblattanzeige, die ratternd wie eine alte Flughafen-Tafel deine Benachrichtigungen, das Wetter oder den Türklingel-Status buchstäblich umklappt – inklusive authentischem Klack-Sound, der deine Mitbewohner garantiert aufhorchen lässt. Wenn dir das noch nicht stylisch genug ist, klemmst du einfach die „QClock Card“ direkt daneben. Diese schicke Wortuhr pfeift auf schnöde Ziffern und liest dir stattdessen in elegant leuchtenden Wörtern und anpassbaren Farben die Uhrzeit vor. So wird deine smarte Kommandozentrale zur perfekten Mischung aus analogem Vintage-Charme und modernem Design-Highlight, ganz ohne dass du dafür bohren, hämmern oder in den Baumarkt rennen musst.

Die QClock-Karte dürfte in dem folgenden Screenshot gut rüberkommen, während die Split-Flap Karte eigentlich einer Bewegtbild-Darstellung bedarf:

Hier eine Mini-Animation der Split-Flap-Karte:

Split-Flap-Animation für das eigene Dashboard

Neuer Fernzugriff für evcc

Mit dem aktuellen Update wird ein Fernzugriff über einen yamux-basierten Tunneldienst für evcc eingeführt. Dadurch erhältst du eine verschlüsselte, individuelle Subdomain unter ___.cloud.evcc, über die du dein System jederzeit sicher von unterwegs erreichen kannst. Für eine besonders einfache Einrichtung der App wird dir ein praktischer QR-Code generiert, der direkt die benötigte URL sowie alle Authentifizierungsdaten enthält. Um diese neue Funktion zu aktivieren, startest du evcc einfach mit der Umgebungsvariable EVCC_REMOTE_ACCESS=api.evcc.cloud, stellst sicher, dass du über ein gültiges Sponsor-Token verfügst, und schaltest den Zugriff anschließend ganz bequem über die Benutzeroberfläche frei.

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