In der bunten Welt des Smart Home geht es manchmal zu wie auf dem Jahrmarkt: Da entdeckt der bescheidene ZWA-2 Connect plรถtzlich neue Talente und funkt munter per WLAN und Power-over-Ethernet durch die Wohnung โ von der Kรผche bis zum Gartenhรคuschen. Wรคhrend die Technik zum Basteln und Testen einlรคdt, sorgt iOBroker gerade fรผr Kopfzerbrechen bei Alexa-Fans, die lieber mal wieder auf altbewรคhrte Klicks setzen. Und dann zieht Bose seinen SoundTouch-Lautsprechern kurzerhand den digitalen Stecker โ aus smart wird doof, much to the Frust vieler Kunden. Ubiquiti bringt mit neuen USVs Ruhe ins Netzwerkchaos oder vielmehr deren Stromversrogung, wรคhrend Jeep-Fahrer in den USA mit einem OTA-Update erleben, dass โOver the Airโ auch mal โOver the Edgeโ bedeuten kann โ Stichwort: plรถtzlich am Straรenrand stehen bleiben. Und dann gab es da noch was verblรผffendes mit WLAN und was mit Farben und Home Assistant. Willkommen im Smart-Home-Zirkus der KW 42 mit einer Prise Humor! ๐
Inhaltsverzeichnis
Und dann kann der ZWA-2 Connect auf einmal „mehr“
Das neue Experiment rund um den Home Assistant Connect ZWA-2 sorgt fรผr frischen Wind in der Smart-Home-Welt: Wer seine Z-Wave-Adapter gerne flexibel im Haus platzieren mรถchte, kann jetzt zu WLAN und PoE greifen. Statt dem klassischen USB-Anschluss lรคsst sich der ZWA-2 mit der experimentellen Firmware รผber das heimische Netzwerk einbinden โ entweder direkt via integrierter Wi-Fi-Funktion oder รผber einen Power-over-Ethernet-fรคhigen ESP32-Board. So landet die Z-Wave-Verbindung selbst in den entlegensten Ecken des Hauses โ vielleicht im Endeffekt sogar bis zum Gartenhรคuschen?
Die Lรถsung รผberzeugt durch eine offene Plattform, die zum Experimentieren und Erweitern einlรคdt. Aber ganz ohne Tรผcken geht es nicht: Die Z-Wave-Kommunikation ist empfindlich gegenรผber Verzรถgerungen im Netzwerk. Wer einen stark belasteten Router oder schlechte WLAN-Verbindung hat, erlebt ein kleines โSmart Home-Timeoutโ. Die Laborwerte zeigen aber: Bei normalen Bedingungen ist die Latenz รผberschaubar und fรผr die meisten Anwendungen ausreichend.
Das Projekt wurde gemeinsam mit der Community und Open Home Foundation entwickelt und lรคdt zum Ausprobieren ein. Die Firmware funkt also รผberall dorthin, wo es gutes WLAN oder stabiles PoE gibt โ und ist offen fรผr Feedback. Wer noch experimentieren mรถchte, braucht auรer der neuesten Home Assistant-Version nur etwas Mut zum Testen. Wer weiร, vielleicht werden ESP32-Boards und Z-Wave bald so selbstverstรคndlich wie Steckdosen im Smart Home!
iOBroker mag Alexa nicht mehr
Bei ioBroker lรคuft derzeit nicht alles rund โ besonders Nutzer des Alexa-Skills haben Grund zur Geduld. Einige Anwender berichten, dass Sprachbefehle รผber Alexa nicht oder nur unzuverlรคssig ausgefรผhrt werden. Das Team hinter iOBroker hat die Probleme bestรคtigt und arbeitet bereits an einer Lรถsung. Ursache sind offenbar รnderungen an den Cloud-Diensten, die zu Verbindungsfehlern zwischen Amazon Alexa und der iOBroker-Cloud gefรผhrt haben.
Bis zur Behebung raten die Entwickler dazu, alternative Steuerungsmethoden zu nutzen โ etwa รผber die Weboberflรคche oder direkt in der App. Ein genaues Zeitfenster fรผr die Wiederherstellung nannte das Team noch nicht, verspricht aber ein baldiges Update. Damit bleibt zu hoffen, dass der Smart Home-Alltag bald wieder per Sprachbefehl statt mit Klick-Marathon funktioniert.
Ich persรถnlich empfehle ja auf Alexa ganz zu verzichten. ๐
Wie ein smarter Lautsprecher zum normalen Lautsprecher wird
Bose verabschiedet sich von seinen SoundTouch-Lautsprechern โ und lรคsst viele Kunden ziemlich ratlos zurรผck. Ab dem 18. Februar 2026 kappt der Hersteller den Cloud-Support fรผr die komplette SoundTouch-Produktpalette, inklusive Soundbars und Heimkino-Systemen. Damit verlieren die teuren Gerรคte zentrale Funktionen wie Multiroom-Wiedergabe, Streaming-Dienste und die Steuerung per App โ Features, die ursprรผnglich als groรer Mehrwert verkauft wurden. Die Boxen werden so in wenigen Monaten von โsmartโ zu ziemlich โdummโ degradiert.
Als kleine Restnutzung bleiben kabelgebundene Audioquellen wie AUX und HDMI sowie Bluetooth-Verbindungen erhalten, aber ohne App und Cloud sind wichtige Komfortfunktionen Geschichte. Kundenfrust ist programmiert, zumal Bose auch keine Sicherheitsupdates mehr liefern will. Immerhin gibt es fรผr Betroffene einen Trostpflaster-Gutschein โ bis zu 200 US-Dollar โ fรผr den Kauf neuer Produkte. Dass รคltere SoundTouch-Gerรคte nicht einmal mit aktuellen Bose-Apps kompatibel gemacht werden, stรถรt in der Community auf Unverstรคndnis. Die Forderung nach Open Source fรผr die Alt-Plattform bleibt bis dato unerhรถrt. Der Fall zeigt ein weiteres Mal, wie smartes Design zu Frust werden kann, wenn Hersteller den Stecker ziehen und Gerรคte รผber Nacht altern lassen.
Mehr Power fรผr dein Netzwerk
Ubiquiti erweitert sein UniFi-Portfolio um neue USV-Lรถsungen (Unterbrechungsfreie Stromversorgung), die speziell fรผr den Einsatz in kleinen bis mittleren Netzwerken entwickelt wurden. Die neuen Gerรคte sollen eine stabile Stromversorgung sicherstellen und bei Stromausfรคllen Schutz bieten, um wichtige Netzwerkkomponenten wie Switches und Access Points zuverlรคssig am Laufen zu halten. Dabei setzen die USVs auf einfache Integration in das bestehende UniFi-รkosystem und bieten รผbersichtliche Verwaltung รผber die UniFi-Controller-Software.
Mit verschiedenen Modellen, die je nach Kapazitรคt und Grรถรe unterschiedliche Anforderungen abdecken, spricht Ubiquiti sowohl Privatanwender als auch professionelle Netzwerkinstallationen an. Die neuen USV-Gerรคte unterstreichen Ubiquitis Engagement, Kunden neben Netzwerktechnik auch passende Infrastrukturkomponenten anzubieten, um Ausfallsicherheit und Betriebskontinuitรคt zu erhรถhen. Damit wird das Netzwerkmanagement fรผr UniFi-Nutzer noch komfortabler und durchdachter.
Ich nutze nicht wenige Netzwerk-Produkte von Ubiquiti, aber als USV kommt bei mir der Vorgรคnger von folgendem Gerรคt bislang zum Einsatz um meinen Home Assistant vor einem Stromausfall gut zu schรผtzen:
- Packung Weight: 7.62 kg
- Packung die Grรถรe: 14.1 L x 39.4 H x 31.7 W cm
OTA-Update bremst Autos aus
In den USA sorgt ein Software-Update bei Jeep-Fahrern derzeit fรผr mehr Nervenkitzel als jede Offroad-Strecke. Ein OTA-Update fรผr das uConnect-System hat offenbar nicht nur hรผbschere Menรผs, sondern gleich komplette Fahrzeuge โgebricktโ โ mitten auf der Straรe. Betroffen sind vor allem die Hybridmodelle der Baureihe Jeep 4xe, die sich nach dem Update einfach abschalten โ manchmal sogar bei Tempo 100 auf dem Highway. Da hilft dann auch kein krรคftiger Tritt mehr aufs Gaspedal.
Ein Jeep-Kundendienstmitarbeiter namens Kori bestรคtigte den Bug in einem Forum und bat alle Betroffenen um Geduld โ die Softwareentwickler seien โdranโ. Bis dahin gilt: Wer das Update schon drauf hat, soll bitte vorsichtig fahren, wer es angeboten bekommt, besser gar nicht installieren. Die vermeintlich harmlose Aktualisierung fรผrs Telematikmodul hat nรคmlich offenbar Einfluss auf den Antrieb selbst โ was das Ganze von einem โInfotainmentproblemโ zu einem potenziellen โFahrverbot deluxeโ aufwertet.
Koris Notlรถsung: einfach im reinen Benzinmodus weiterfahren. Weniger umweltfreundlich, aber wenigstens rollt der Jeep dann noch. So mancher Fahrer dรผrfte sich jedoch fragen, ob โOver the Airโ bei Stellantis derzeit eher โOver the Edgeโ bedeutet.
Dein WLAN kann dich (vermutlich) sehen
Forschende des Karlsruher Instituts fรผr Technologie (KIT) haben gezeigt, dass Personen allein durch WLAN-Signale erkannt werden kรถnnen โ selbst wenn sie kein eigenes Gerรคt mit sich fรผhren. Bereits die Kommunikation handelsรผblicher WLAN-Gerรคte in der Umgebung reicht aus, um mithilfe von Funkwellen ein Bild zu erzeugen und Personen nahezu eindeutig zu identifizieren, was erhebliche Risiken fรผr die Privatsphรคre bedeutet.
Da die Methode auf unverschlรผsselte Rรผckmeldesignale im WLAN-Netzwerk basiert und keine Spezialhardware benรถtigt, kรถnnten alltรคgliche WLAN-Router in Cafรฉs oder รถffentlichen Orten unbemerkt zur รberwachungsinfrastruktur werden. Die Identifikation erfolgt in wenigen Sekunden und funktioniert unabhรคngig davon, ob das eigene Gerรคt aktiv oder nicht vorhanden ist โ das bloรe Vorbeigehen genรผgt.
Das Ganze scheint bislang „nur“ unter Laborbedingungen mรถglich zu sein, aber es bleibt spannend, was das konkret bedeutet, da WLANs ja eigentlich รผberall existieren und man als beobachtete Person gar keine Voraussetzungen erfรผllen muss – also man muss noch nicht mal ein Handy bei sich tragen…
Home Assistant gibt es bald nur noch in weniger Farben
Die Produktion von Home Assistant Yellow wird eingestelltโZeit also, ein letztes Mal auf den โGelben Ziegelsteinwegโ einzubiegen. Trotz seines Erfolgs und Verdienstes als Wegbereiter fรผr Home Assistant geht das Gerรคt nun in den hardwaretechnischen Ruhestand. Wer noch eines haben mรถchte, sollte sich beeilen, denn Nachschub gibt es nicht mehr. Kein Grund jedoch fรผr Trรผbsal: Mit Home Assistant Green steht ein modernes, einfach startbares und weiterhin erhรคltliches Nachfolgermodell bereit.
Der Yellow macht jetzt Platz fรผr neue Projekte, doch Software-Updates fรผr die bestehenden Yellow-Gerรคte sind langfristig gesichert โ รคhnlich wie beim guten alten Home Assistant Blue, der schon seit 2022 nur noch als โRentnerโ Updates empfรคngt. Das Home Assistant Team bedankt sich bei allen Fans der expansiven, kleinen Hardware und verspricht: Es bleibt spannend, denn ein neues (diesmal nicht-rechnerisches) Stรผck Home Assistant-Hardware ist bereits am Horizont sichtbar. Wir sind gespannt was noch kommt…
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