Wie betreibst du dein Home Assistant? Was ist deine Hardware?

Es gibt zahlreiche Beiträge und Videos in denen dir erklärt wird, wie du Home Assistant auf Proxmox, gebrauchten Mini-PCs oder irgendwelchen VMs installierst. Und ja, das ist alles möglich und eigentlich auch das (sorry für die Wortwahl) geile an Home Assistant: Betreib‘ dein Smart Home auf der von dir gewünschten Hardware – kein Problem! Ja, Home Assistant bietet verdammt viele Möglichkeiten bei der Hardware-Wahl. Aber:

Ich nutze Home Assistant (intensiv) seit 2018. Immer auf einem Raspberry Pi. Angefangen mit einem Pi 3 mit 2GB Arbeitsspeicher, seit 2020 auf einem Pi 4 mit 4GB RAM und wohl ganz bald auf einem Pi 5 mit 8GB RAM. Seit 2024 läuft meine Instanz auf einer SSD, aber davor lief alles immer auf einer (guten SD-Karte). Ich hatte mit meiner SD-Karte nie Probleme und kenne das immer wieder mal genannte Horrorszenario „Ausfall der SD-Karte“ nur von Forenbeiträgen. Ein Massenproblem ist das definitiv nicht.

Meine aktuelle Hardwarewahl für Home Assistant:

Die Macher von Home Assistant legen großen Wert auf ein einfaches Setup. Unter https://www.home-assistant.io/installation/ werden die üblichsten Installationsarten aufgelistet:

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Home Assistant Green

Als einfachste Methode wird hier der Betrieb von Home Assistant auf der speziellen Hardware Home Assistant Green beworben:

Home Assistant Green für den Betrieb von Home Assistant
Home Assistant Green für den Betrieb von Home Assistant

Wer einen Home Assistant Green kauft, muss zur Inbetriebnahme nichts weiter machen, als das Gerät in Betrieb zu nehmen. Home Assistant ist bereits installiert. Fertig.

Der Home Assistant Green wurde knapp zwei Jahre nach dem Home Assistant Yellow (dazu gleich noch mehr) vorgestellt. Das Gerät verfügt über eine Quad-Core CPU mit 1,8 GHz, 4GB RAM und eine 32 GB eMMC. Zwischen dem Yellow und dem Green hatte es noch einen Home Assistant Blue gegeben, welcher eine limitierte Auflage eines ODROID-N2+ war (also mit 4GB RAM und 128GB eMMC Speicher).

Home Assistant auf dem Raspberry Pi

Die zweite offiziell vorgeschlagene Methode zum Beitrieb von Home Assistant ist : auf dem Raspberry Pi. SD-Karte mit Home Assistant bespielen, einlegen und los gehts. Klar, das Ganze geht natürlich auch mit SSD (was ich empfehle und nutze). Aber der Einstieg ins eigene Smart Home ist definitiv sehr einfach möglich.

Für Home Assistant gibt es ein eigenes Image, welches alles mitbringt, was du für den Betrieb auf dem Raspberry Pi benötigst. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber den noch folgenden Installationsmöglichkeiten: Mit dem Raspberry Pi musst du dich nicht um Einstellungen und Updates des zugrunde liegenden Betriebssystem kümmern musst – das regelt alles Home Assistant für dich und informiert sich über notwendige Updates.

Home Assitant Yellow

Vor dem Home Assistant Green kam der Home Assistant Yellow auf den Markt (konkret im September 2021)

Diese Hardware muss von dir noch um ein Raspberry Pi Compute Module 4 (also die Recheneinheit eines Raspberry Pi 4) erweitert werden. Schon nicht mehr ganz so einfach wie beim Home Assistant Green oder dem Raspberry Pi und vermutlich (in meiner Wahrnehmung) auch der Grund, warum diese Hardware nie so richtig durchgestartet ist.

Die Schwierigkeit wird als Intermediate eingestuft, also „mittelschwer“. Schwerer wird die Inbetriebnahme mit den folgenden Installationsmöglichkeiten:

Betrieb von Home Assistant auf ODROID oder X86-64 Geräten

ODROID ist eine Geräteklasse vergleichbar zum Raspberry Pi, aber die Hardware ist in der Regel leistungsfähiger. Die ODROID-Boards sehen teilweise relativ ähnlich wie ein Pi aus (siehe Darstellung auf dem folgenden Screenshot). Ebenso muss man hier dann noch eine MicroSD oder eMMC ergänzen, auf der Home Assistant installiert wird.

Und dann gibt es noch die beschrieben Möglichkeit Home Assistant auf X86-64 Geräten zu installieren. Im Vergleich zur Installation auf einem Raspberry Pi, ist das die komplexeste der von Home Assistant selbst aufgeführten Installationsarten.

Ein Raspberry Pi reicht vollkommen für Home Assistant!

Und jetzt komme ich wieder und behaupte, dass ein Pi für HA vollkommen ausreicht. Klar, mit einem Pi 3 macht HA nicht unbedingt so viel Spaß wie mit einem Pi 4 oder gar Pi 5. Aber aus eigener Erfahrung kann ich definitiv bestätigen, dass ein Pi 4 mit 4 GB RAM ohne Probleme dein Smart Home mit Home Assistant zum Leben bringt.

Ich habe knapp 180 Automatisierungen, knapp 50 ZigBee Geräte (über Zigbee2MQTT), 26 Z-Wave Geräte, 6 ESPHome-Geräte und 18 Shellys (WLAN) – alles mit einem Pi 4 (4GB mit SSD) überhaupt kein Problem. Läuft stabil und schnell genug, um im Alltag keine spürbaren Verzögerungen zu erleben.

Klar, schneller geht immer, keine Frage. Und ein Pi 5 liegt hier auch schon für ein Upgrade bereit. Da mein Pi 4 nun aber auch über 4 Jahre alt ist, halte ich das für mehr als legitim und gerechtfertigt. Und wenn man bedenkt, dass ich den Pi 4 für keine 50 Euro neu gekauft habe, bin ich mehr als zufrieden 😉

Meine zukünftige Hardwarewahl für Home Assistant:

Ich erlebe aber immer wieder im Netz, dass es bezüglich der Hardware-Wahl für HA zwei Läger gibt: Auf dem Pi oder auf etwas anderem, aber Hauptsache nicht auf einem Pi. 😉 Und deswegen interessiert mich wirklich:

Welche Hardware nutzt du für Home Assistant?

Mich würde wirklich interessieren, welche Hardware du für HA nutzt! Und wenn du ein Hardware-Upgrade durchführen wirst, welches wird es sein? Und natürlich würde mich interessieren, warum du dich für deine aktuelle Hardware entschieden hast.

Schreib mir das super gerne in die Kommentare, es interessiert mich wirklich!

Ich bereite aktuell hierzu auch ein YouTube-Video vor, also bin ich wirklich auf eure Meinungen gespannt!

27 Gedanken zu „Wie betreibst du dein Home Assistant? Was ist deine Hardware?“

  1. Als Hardwsre nutze ich einen Nanopi R6c mit 8 GB RAM und einer internen SSD. Darauf läuft ein aktuelles Armbian Ubuntu 22.04. Das ist derzeit die einzige Version, die auch die Grafikbeschleunigung unterstützt, um glegentlich auch Videos drauf zu schauen. Es gibt 3 Docker Container: für HA, Nextcloud und Vaultwarden. Das Teil ist flink genug und hat noch Reserven. Das Backup geschieht Dienstag und Sonnabend. Ein Sript holt es per scp von der Machine. restic schafft es dann verschlüsselt in die Cloud und auf die lokale Platte des Backup Servers. Restore wurde mehrfach erfolgreich getestet aber bisher nie gebraucht. Am HA „hängen“ knapp 20 Shellys und per MQTT drei ESP8266 für BMS, Balancer und Solarwandler.

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    • Klingt auf jeden Fall mächtig! 😉

      Die drei ESPs interessieren mich noch mehr, wenn du Lust hast davon zu berichten! Hast du dir hierüber dein eigenes Energiemanagement gebaut?

      Antworten
      • Hinsichtlich der ESPs schau mal bei Github nach dem Nutzer Softwarecrash. Da finden sich einige Varianten, bereits vorgefertigt, für kleines Geld. Die Firmware ist nun mittlerweile erwachsen geworden und sehr stabil. Ich nutze 2 x Daly2MQTT mit älteren BMS und separatem Balancer sowie 1 x Solar2MQTT mit einem Effekta AX 3000 48V und kann die Teile sehr empfehlen. Passende Gehäuse finden sich beim China-Mann. (Die neuen BMSe sind derzeit leider Pin- und Spannungs-inkompatibel.) Ja, die LIFEPO4 Batterie ist selber zusammengebaut und hängt ( 2 x 40 kg) frostfrei im Flur.
        Was derzeit zu tun bleibt ist, die Zellspannungen von BMS und Balancer zu vergleichen, um Defekte vorab erkennen zu können. (Stirbt das BMS stirbt auch die Batterie.) Dann hätte ich noch gern eine Internet-freie Spracherkennung. Dafür scheint die Docker-HA-Version aber nicht ausreichend zu sein.
        Ich ziehe mich mal wieder in den Hintergrund zurück. Danke, Olli, für Deine inspirierenden Beiträge.

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  2. Hey,

    Ich nutze Ha als docker Instanz auf einen Openmediavault System.
    Als Hardware nehme ich einen
    asrock x300
    a3000
    16gb ram
    Und mehrere SSDs im Raid.
    Bei der Konfiguration ist ein Fileserver nextcloud usw. Ebenfalls am Start.

    Stromverbrauch ist minimal. Dennoch rüste ich jetzt auf den neuen x60p desk Mini auf mit nen 8600g, 32gb RAM um weitere Gaming Server Laufen zu lassen. Ich überlege HA als vm laufen zu lassen. Ich denke updates und mqtt würden dann vielleicht besser laufen.

    Vg Franz

    Antworten
  3. Wenn es nur um HA ginge, wäre mir der Verbrauch mit 15 Watt zu viel. Unter 10 Watt würde ich dann kommen wollen. Aber ein wenig Leistungsreserven mehr als ein Raspi wäre trotzdem mein Wunsch.

    Will man Grafana und InfluxDB einsetzen (mache ich derzeit nicht, überlege es aber), kann es schon knapp sein. Auch ist die Auszeit bei ca 8 monatlichen Updates (ein Release und 3 Bugfixes sowie 4 Updates irgendwelcher Addons, die Neustart brauchen) gerne Mal nervig.

    Da freut man sich, wenn der Rechner im quasi-Idle wenig Strom braucht, aber ordentlich Gas geben kann, wenn er mit dem Update oder bei gestiegenen Ansprüchen was zu tun bekommt.

    Wenn ich nicht das Notebook hätte (oder mir der Verbrauch zu hoch wäre), wäre ich auch bei HA alleine gerne mit einem 100-150 Euro PC Esprimo/NUC/sonstwas ggf refurbished dabei. Die 2-3 Watt wäre mir das dann wert. Aber da würde ich mich schlau machen wollen, dass der Stromverbrauch bei niedriger CPU -Last auch niedrig ist, das ist nicht einfach herauszufinden.

    Antworten
    • Schau dir mal die Refurbished Geräte an: Dell Wyse 5070, Fujitsu Futro S740.
      Auf mydealz gibts riesige Threads für den Futro
      https:// github. com /R3NE07/Futro-S740#17—festplatten–m2-ports

      Mein Dell Wyse (siehe Kommentar unten), landet bei 4-5,5 Watt.
      Der Futro von nem Kumpel verbraucht auch nur 3 Watt (Proxmox und dann HAOS)

      Antworten
  4. Ich habe mit einem Raspi4 4GB RAM(externe SSD) angefangen – Stromverbrauch bei 11-12Watt.
    Jetzt habe ich auf einen einen Dell Wyse 5070, J4105, 256 SSD, 8GB Ram gewechselt, Conbee 2.0 mit Deconz – Stromverbrauch 4-5,5Watt. Der Dell hat 60€ gekostet, SSD kommt dazu.
    Am Dell hängt noch ein BluetoothProxy über ESPHome (für die Xiaomi Thermometer und einen Switchbot)

    Host in proxmox, darauf läuft HAOS und 2-3 kleinere Dinge (wie z.b. ein Monica (personal CRM) und ein Webseitenüberwachungstool).

    Ein Ähnliches Setup habe ich bei meinen Eltern aufgebaut, dort läuft noch ein Flightradar Tracker mit – Wechsel ist dort von Raspi 3 auf Fujitsu Futro S740 ThinClient Intel J4105. Raspi 3 zu dem Rechner ist ein großer Unterschied. Kein Zigbee stick (nicht benötigt). Stromverbrauch ist bei 10 Watt geblieben, eine Ursache ist der Flightradar Stick.

    Ich kann jedem empfehlen zu Proxmox zu wechseln: mehr Möglichkeiten wie z.B. vor Updates ein Backup machen, Update testen und sonst zurück.

    Bei mir als auch bei meinen Eltern läuft noch eine Hue Bridge, weil die einfach soooo Stabil ist.

    Im Freundeskreis sind mittlerweile 4 Leute auf Proxmox gewechselt.

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    • Den Vorteil mit dem Update/Backup verstehe ich nicht so ganz. Einfach jede Nacht automatisiert von HA ein vollständiges Backup machen lassen und du musst vor keinem Update „Sorgen“ haben 😉

      Die Hue-Bridge habe ich schon vor langer Zeit rausgeworfen und bin ganz froh, dass ich jede erdenkliche ZigBee-Hardware mit Zigbee2MQTT nutzen kann – also freie Hardware-Wahl und stabiles ZigBee.

      Meine Meinung ist halt: Proxmox (o. ä.) nur für HA zu betreiben, ist ziemlich sicher übertrieben und unnötig umständlich. HA OS auf einer SD-Karte oder SSD in Kombination mit einem aktuellen Pi und alles läuft smooth. 😉

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  5. Hallo,

    ich nutze Home Assistant seit ca. 3 Jahren auf dem HA Blue (Odroid N2+).
    Das System ist mit der Zeit sehr schnell gewachsen. Inzwischen weit über 400 Geräte, davon über 100 Zigbee2MQTT, intensive Nutzung von NodeRed und Grafana, ESPHome-Geräte, etliche Automatisierungen, Szenen, …

    Die Sicherung ist inzwischen über 6 GB groß ist, der gesamt genutzte Speicherplatz ca. die Hälfte der 128 GB der eMMC. Deshalb hab ich die Daten vor einem halben Jahr auf eine externe SSD verschoben.
    Das läuft soweit ganz gut.

    Dieses Wochenende habe ich jedoch vor, meinen System auf einen Raspberry PI 5 mit 8GB und einer 1 TB SSD zu übertragen. Erstens aus Performancegründen und zweitens, da es mit dem Odroid N2+ offensichtlich Probleme mit Thread gibt – zumindest bei mir.

    Ich bin schon gespannt, wie problemlos der „Umzug“ läuft.

    Oliver

    Antworten
    • Hi Oliver,
      dein Smart Home ist definitiv nicht mehr klein 😉 Umso mehr bestätigt es aber meine These, dass man auch mit umfangreichen Smart Home keine „gigantische“ Hardware benötigt, bzw. das ein ODROID oder aktueller Pi vollkommen ausreichend ist – danke fürs Teilen deines Setup!

      Wenn ich die Zeit finde, steht bei mir am Wochenende auch ein Umzug auf Pi 5 an, ich bleibe auf der bislang genutzten USB-SSD. Was hast du vor? eMMC?
      VG
      Olli

      Antworten
    • Mein Umzug vom Pi4 mit USB SSD auf Pi5 mit M.2 SSD war absolut problemlos. Erst über einen USB M.2 Adapter neues HA aufgespielt. M.2 auf Pi5 gesteckt. Neues HA gestartet (braucht ja für den ersten Start Zeit). In der Zeit Vollbackup auf Pi4 gemacht und auf PC gespeichert.
      Die neue IP Adresse vom Pi5 aufgerufen und beim Startbildschirm das einspielen eines Backups ausgewählt. Fast fertig. Die eingestellte IP Adresse wird nicht übernommen und musste von mir manuell wieder eingestellt werden. Auch kann es sein dass nicht sofort alles funktioniert. Es können noch 1-2 Neustarts des kompletten Systems (also nicht nur HA) notwendig sein. Dann läuft aber alles.
      Alles zusammen har bei mir der Umzug eine halbe Std gedauert. Ist aber nicht ganz so umfangreich wie bei dir.

      Antworten
  6. Bei mir ist es ein ausgemustertes Notebook (Dell i7 16GB). Eine neue 1 TB SSD für unter 20 Euro habe ich ihm spendiert (Platten machen im Zweifel als erstes die Grätsche). Um Verbrauch und Brandgefahr zu senken, ist der Akku draußen. Gemessen habe ich knapp 15 Watt, wenn keine besonderen Aktionen laufen.

    Proxmox mit 2 VM läuft darauf, eine mit HA und ein Ubuntu für Videoaufnahmen, Umrechnen von Videos und andere Aufgaben.

    Vorher hatte ich HA auf einer Synology DS218+ laufen im VMM, aber auf echten Festplatten sind Updates oder Neustart unangenehm langwierig, wenn man/die Familie darauf wartet, dass die Steuerung der Lichter wieder funktioniert.

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    • Danke für die Erläuterung deines Setups! Aber würdest du das auch so machen, wenn du keinen Bedarf an einer zusätzlichen Instanz von Ubuntu hättest? Also wenn es nur um HA gehen würde?

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  7. Ich habe mit einem Raspberry 4 8GB mit SSD angefangen.
    Im Januar auf ein Pi 5 gewechselt. Dazu einen passenden aktiven Lüfter (im normalen Betrieb nicht hörbar) zum kühlen. Einen Adapter zum aufstecken der mit einer M.2 SSD bestückt ist. Das ganze in ein Gehäuse das nur 50% höher ist. Ich kann sagen das Ding rennt deutlich schneller. Ich merke es hauptsächlich bei den Backups und ESPHome updates. Deutlicher Unterschied.

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    • Mein Pi 5 mit 8GB liegt seit heute hier. Ich bleibe aber auf der bereits mit dem Pi 4 genutzten SSD, weil ich so den Pi 4 als Backup-Hardware behalten kann, sollte der Pi 5 einmal abrauchen. Im Idealfall kann ich dann die USB-SSD einfach umstecken und bin wieder lauffähig.

      Aber im normalen Betrieb ist der Unterschied vermutlich nicht so deutlich, wie bei rechenintensiven Aktionen wie Compilen oder Backups, oder?

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      • Ja das stimmt. In der Benutzung ist kaum ein Unterschied zu merken zwischen Pi4 und Pi5. Ich weiß leider auch nicht wie schnell die Schnittstelle zur M.2 SSD arbeitet im Vergleich zur USB SSD. ich nutze keine Influx DB oder Grafana.
        Für rechenlastige und Schreib-/Leselastige Anwendungen könnte die Lösung aber durchaus interessant sein.
        Und wer weiß was man in naher Zukunft noch so mit seinem HA anstellt 😉

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  8. Ich hab damals auch mit einem Pi3 angefangen und der Sprung zum Pi4 war schon mächtig. Gerade beim Kompilieren von ESPHome-Code war der 4er schon deutlich schneller.

    Mittlerweile bin ich aber auf einem (älteren) i3-NUC, der hat eine 2 TB SSD und da laufen allerhand Projekt wie Nextcloud, DNS, VPN und Spielkram. Host ist Proxmox, das funktioniert einwandfrei.

    Würde heute Pis nur bedingt empfehlen (außer für einen ersten Test), einfach weil sie so sündhaft teuer sind und langfristig die SD Karte halt nicht soo geil ist. Und weil alte gebrauchte Hardware soo viel günstiger ist, mehr kann, nicht wirklich mehr Strom benötigt und

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    • Ich kann den Schwenk auf andere Hardware verstehen, wenn man, wie von dir beschrieben, darauf noch andere Software betreibt!

      Bislang hat sich für mich dieser Anwendungsfall nicht ergeben, da ich jeweils andere Lösungen hierfür im Einsatz habe oder Dinge gar nicht benötige.

      Ich sehe Pis für das Smart Home deswegen als die beste Variante an – ein neuer Pi 5 mit 8GB kostet ca. 85 Euro + SSD ist man dann bei ca. 120 Euro. Und da mein noch aktueller Pi nun über 4 Jahre alt ist, finde ich die Anschaffungskosten im Verhältnis zur Laufzeit mehr als in Ordnung. Und dank HA OS habe ich Add-ons und muss mich nicht um das OS etc. kümmern. Das ist in meinen Augen nicht nur für Einsteiger ein Argument für den Pi, oder?

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      • Ah dann hat sich bei den Preisen wieder was getan, lange Zeit waren selbst die 4er schon dreistellig und da bieten sie einfach nicht so den Gegenwert.

        Ich denke es kommt drauf an, _was_ man damit machen möchte.
        Ja, wenn du drei Lampen ohne Hue und noch ein paar Thermostate steuern willst, dann reicht der Pi. Hinstellen, konfigurieren, einmalig Backup ziehen und dann fertig. Wenn es die SD Karte zerreißt, olles Backup wiedereinspielen und alles weiterlaufen lassen.
        Wenn mal aber tiefer ins selber Hosten einsteigt, noch DNS, Nextcloud, Fotoverwaltung, vielleicht Kameras oder ähnliches anstecken will, dann tut der Pi hat nicht mehr und dann kostet die 2nd Hand-Hardware auch so um 120 Euro und da hast dann eine Million Möglichkeiten und Performance. Updates lassen sich in Proxmox auch recht gut automatisieren, gerade wenn da nur so ein paar vereinzelte Anwendungen laufen.

        Die meisten Menschen aus Kategorie 1 nutzen aber meist ein proprietäres Gateway (Hue, Bosch, Ikea) und flicken damit etwas zurecht und sehen dann (legitimer Weise) keinen Mehrwert in HA.

        Antworten
        • Ne, das sehe ich vollkommen anders und mein Smart Home ist seit 2018 der Beleg dafür 😉 Ich habe knapp 50 ZigBee-Geräte, 26 Z-Wave-Geräte, 18 WLAN-Shellys und 6 ESPHomes, also in Summe 1722 Entitäten bzw. 294 Geräte. Alles auf einem Pi4 mit USB-SSD. Und aktuell sorgen 185 Automatisierungen für ein Smart Home Erlebnis. Vollständige Backups werden automatisiert jede Nacht erstellt und gesichert.

          Und dieses Setup hat mich 50 Euro für den Pi (vor 4 Jahren) und nochmal soviel für die SSD samt Adapter gekostet. Während ich diesen Kommentar schreibe, hat die CPU eine Auslastung von 5% und von den 4GB RAM sind 2,5GB frei.

          Ein Pi reicht für ein großes Smarthome vollkommen aus! 😉

          Antworten
          • Stimmt, da hast du recht, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Sorry.
            An Leistung für Homeassistant mangelt es einem Pi 4 wohl nie, egal wie viel Zeug dabei ist.
            Aber eine Nextloud mit Generierung von Vorschaubildern oder Jellyfin wird dann schwieriger. Ich kenne nur einfach wenig Leute, die sich die Mühe für HA machen, aber dann nicht „weiter gehen“ mit weiteren Containern oder so. Aber ich bin auch definitiv nicht allwissend, das ist nur das, was ich so aus meinem Umfeld mitbekomme 😅
            Und mein Post beruht auch auf anderen Pi-Preisen, zwischenzeitlich hätte ich meinem „übrigen“ Pi 4 verkaufen und noch 100% Gewinn machen können, da sieht die Welt dann anders aus.

  9. Ich nutze HA sowohl auf einem Raspberry Pi 4 (4GB, SD-Karte) als Docker-Container, als auch auf einem Synology NAS (DS218+) als Docker-Container, jeweils mit dem selbem Setup (Wakerword, Mosquitto, Zigbee).
    Beide liefen bisher ohne Probleme und ich konnte keine schlechte Performance feststellen, wobei gerade das Synology Setup auch einige angeschlossene Geräte und Automatisierungen beinhaltet.
    Einzig die neue lokale Sprachverarbeitung läuft auf beiden Systemen eher kläglich schlecht (in Form von Docker Containern), sodass ich auf Cloud-Services ausweiche. Außerdem stört es manchmal, dass Dinge im HA OS einfacher gehen (Addons) als unter dem Container Setup.
    Übrigens wird alles automatisiert von Watchtower auf dem neusten Stand gehalten.

    Antworten
    • Wieso hast du zwei Instanzen von HA? Sind die irgendwie miteinander verbunden oder hast du zwei unterschiedliche Smart Homes?
      Ja, die Sprachverarbeitung über die Nabu Casa Cloud ist deutlich besser, als dies lokal abzuwickeln. Und die Add-ons werden tatsächlich gerne vergessen, wenn auf andere Installationsmethoden als HA OS geschwenkt wird – die will ich auch nicht missen!

      Antworten
      • Bei mir gibt es zwei entfernte Orte, die nicht per VPN verbunden sind und deswegen separate HA bekommen haben. Oder gibt es dafür eine bessere Lösung?

        Antworten
          • Jain. Ich nutze mal die Metapher: 2 verschiedene Haushalte mit einiger Entfernung dazwischen.
            Wenn ich jetzt beide per VPN verbinde, würde ich alle Daten durch mind. einen der beiden Haushalte schleusen – sowohl im Download als auch im Upload. Wenn man kein Glasfaser hat, wird das eine langsame Sache und der eine Haushalt zum Flaschenhals (bspw. Video-Streaming). Ergo habe ich einfach 2x HA aufgesetzt – für jeden Haushalt einzeln.
            Mir ist bewusst, dass man ein VPN auch so konfigurieren kann, dass nur ein Teil der Daten da durch geht. Das ist mir aber zu aufwendig, u.a. auch, weil es mit einem Plaste-Router nicht einfach machbar ist…

          • Schau dir mal Tailscale an (https://smarterkram.de/2254/), das dürfte vermutlich für dich funktionieren. Am Router musst du hierfür nichts freigeben und nur Geräte auf denen Tailscale installiert und eingerichtet sind, sind Teil des zusätzlichen Netzwerkes.

            Wobei ich mit zwei physisch getrennten Haushalten auch zwei separate HA-Instanzen betreiben würde. Und mittels Tailscale würde ich von außen darauf zugreifen (da Nabu Casa nur eine HA-Instanz unterstützt).

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