Am 12.08. bringt Apollo Automation mit dem ESK-1 ein neues ESPHome Starter Kit² auf den Markt. Ich habe mir das Kit angeschaut – und zwar nicht isoliert, sondern zusammen mit dem ESPHome Device Builder, der seit Juni offiziell Version 1.0 erreicht hat. Meine These vorab: Erst die Kombination aus beidem macht den Einstieg in ESPHome gerade so einfach wie nie.
Ein Exemplar des Kits hat mir Apollo Automation kostenlos zur Verfügung gestellt. An meiner Einschätzung ändert das nichts – ihr kennt mich, ich sag auch, wenn mir was nicht gefällt.
Und hier findest du das Ganze auch als Video von mir:
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Was steckt im ESPHome Starter Kit?
Das Herzstück ist ein Hauptboard mit ESP32-C6-MINI-1-Chipsatz: Wi-Fi, Bluetooth LE, Thread, und Zigbee wäre auf Chip-Ebene sogar möglich. Die Stromversorgung läuft über USB-C, optional mit LiPo-Akku für den mobilen Einsatz. Über zwei 14-Pin-FPC-Anschlüsse werden die Erweiterungsmodule angeschlossen, dazu kommt eine RGB-LED direkt auf dem Board.
Enthalten sind vier Module:
- PIR-Bewegungsmelder (MH-SR602, Reichweite 0–3,5 m)
- AHT20F Temperatur- und Feuchtesensor (±0,3 °C, ±2 % RH)
- ESPHome Casita-Benachrichtigungsmodul mit zehn RGB-LEDs und Piezo-Buzzer
- Physischer Taster
Ein Baukasten, kein fertiges Gerät
Wichtig zu verstehen: Das ESK-1 ist als Baukasten gedacht, nicht als fertige Lösung für einen einzelnen Zweck. Das Hauptboard bildet die Basis, die Module steckst du je nach Anwendungsfall dazu.
Damit lässt sich einiges umsetzen: Mit dem PIR-Sensor baust du eine Bewegungserkennung, mit dem Temperatur-Feuchte-Modul einen Raumklima-Sensor, mit dem Casita-Modul eine visuelle und akustische Benachrichtigung – etwa für Türklingel oder Alarm –, und der Taster funktioniert als einfacher Schalter oder Automations-Trigger. Weil alle Module am selben Board hängen, lassen sie sich auch kombinieren: Bewegung erkennen und gleichzeitig per LED und Buzzer reagieren, alles auf einem einzigen ESP32.
Der Charme daran: Du musst nicht selbst herausfinden, welche Sensoren zueinander passen und welches Board die passenden Pins hat. Das ist hier bereits zusammengestellt.
Der eigentliche Umbruch: der ESPHome Device Builder
So weit, so solides Hardware-Kit. Der Teil, der das Ganze für mich erst richtig zum Einsteiger-Paket macht, ist aber Software: der ESPHome Device Builder.
Der ist nicht neu zum Kit-Release – er hat bereits im Juni mit ESPHome 2026.6.0 Version 1.0 erreicht und dabei das alte, rein textbasierte Dashboard komplett abgelöst. Mittlerweile ist er Standard im offiziellen Home-Assistant-Add-on.
Was er konkret bringt:
Pflegedialog pro Gerät. Name, Bereich und Labels einstellen, Geräte klonen oder Bulk-Aktionen für mehrere Geräte gleichzeitig ausführen – alles über Formulare und Klicks, ganz ohne YAML-Datei zu öffnen.
Visueller Komponenten-Builder. Löst Abhängigkeiten automatisch auf und zeigt pro Board eine Pin-Ansicht: Auf einen Blick siehst du, welcher GPIO schon belegt ist und wodurch. Genau das Problem, das früher zu den meisten Anfänger-Fehlern geführt hat.
YAML bleibt einen Klick entfernt. Wer will, wechselt jederzeit in den eingebauten CodeMirror-Editor direkt neben dem visuellen Builder – inklusive Diff-View, der Änderungen anzeigt, bevor sie übernommen werden. Der Builder zwingt zu nichts, er nimmt nur die Arbeit ab, wenn man sie nicht machen will.
Warum Kit und Device Builder zusammen ideal sind
Das Kit nimmt euch die Hardware-Entscheidungen ab – welche Sensoren, welche Pins, was zueinander passt. Der Device Builder nimmt euch die Software-Hürde ab – ihr müsst nicht erst YAML-Syntax lernen, um euer erstes Gerät zum Laufen zu bringen.
Das heißt nicht, dass YAML überflüssig wird. Sobald es um komplexere Logik geht – Templating, Jinja2, verschachtelte Bedingungen –, bleibt YAML das richtige Werkzeug, und daran führt auch mit Device Builder kein Weg vorbei. Für den ersten Kontakt mit ESPHome ist die Kombination aus Kit und Builder aber gerade so einfach wie nie.
Fazit
Wer aktuell über den Einstieg in ESPHome nachdenkt, findet mit dem ESK-1 und dem Device Builder momentan einen der unkompliziertesten Wege dorthin. Das Kit deckt Hardware-Basics ab, ohne dass man sich vorher durch Kompatibilitätslisten wühlen muss, der Device Builder senkt die Software-Hürde spürbar. Wer trotzdem lieber direkt in YAML arbeitet, verliert dabei nichts – die Option bleibt jederzeit erhalten.
Diskutiert gerne im Forum mit: Was haltet ihr vom Starter Kit², und was würdet ihr damit als Erstes bauen?
Das ausführliche Video zum Kit und Device Builder gibt’s hier auf YouTube.

Das genannte Produkt wurde mir vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich weise hierauf ausdrücklich hin, da ich Wert auf größtmögliche Transparenz lege.
Das kostenlose Bereitstellen eines Produktmusters hat keine Auswirkung auf meine Berichte hierzu, was du an möglicher geäußerter Kritik auch immer erkennen kannst.
Und wenn du jetzt noch viel mehr über ESPHome wissen möchtest, empfehle ich dir folgenden Beitrag von mir:
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