Fenster-Spione, Thermostat-Frieden und digitaler Frühjahrsputz

Willkommen zurück im alltäglichen Smart-Home-Wahnsinn, wo heute Frieden, Spionage und ein ordentlicher Frühjahrsputz auf dem Programm stehen! Während Tado seine verfeindeten Thermostat-Clans endlich unter einem (leider kostenpflichtigen) Dach vereint, basteln wir uns aus einem Raspberry Pi kurzerhand ein eigenes Drohnen-Radar zur nachbarschaftlichen Luftraumüberwachung. Außerdem blicken wir mit der Solar Forecast Card tief in die kristallene Ertrags-Kugel deiner Solaranlage, machen alte Schalter mit ubisys ganz ohne Bauschutt und Vorschlaghammer smart und lassen einen kleinen grauen Sensor von SIEGENIA petzen, ob du schon wieder das Fenster offengelassen hast. Obendrauf erziehen wir deinen höhenverstellbaren Schreibtisch zur smarten Aufsteh-Polizei, packen voller Vorfreude die Koffer für das „Gastspiel 2026“ und schwingen zum Abschluss mit Sascha und Olli im „Schaltzentrale“-Podcast den digitalen Wischmopp, um unsere überquellenden Home-Assistant-Datenbanken gnadenlos von jahrelangem Datenmüll zu befreien.

Endlich Frieden im Thermostat-Zoo (also gegen Geld natürlich)

Bisher musstest du deine verschiedenen Tado-Geräte oft wie verfeindete Familienclans streng getrennt verwalten, doch damit ist jetzt Schluss. Dank der neuen Multi-Haushalt-Accounts des Herstellers wohnen deine alten V3+- und neuen X-Thermostate ab sofort harmonisch unter einem einzigen digitalen Dach, berichtet heise. Das lästige Hin- und Herwechseln zwischen den Systemen entfällt, sodass du deine gesamte Heiz- und Klimatechnik endlich zentral bändigen kannst. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings bei all der neu gewonnenen Smart-Home-Romantik: Wenn du den vollen, uneingeschränkten Komfort an deinen Heizkörpern genießen willst, bittet dich Tado mit einem kostenpflichtigen Bezahl-Abo freundlich, aber bestimmt zur Kasse.

Ich habe tado „damals“ auch genutzt, aber anscheinend rechtzeitig den „Absprung“ zu opensource-Lösungen geschafft. Ich finde es sehr interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die Welten sein können: Auf der einen Seite werden Basic-Funktionen nur gegen Aufpreis geboten und auf der anderen Seite kannst du mit ein wenig Eigeninitiative beliebige Geräte und Funktionen kostenlos kombinieren – ich bevorzuge die andere Seite (aka Home Assistant offensichtlich ;)).

Drohnen-Radar Marke Eigenbau

Mit einem Raspberry Pi 5, einem WLAN-Adapter und einem Bluetooth-Dongle, die jeweils mit großen Antennen ausgestattet sind, kannst du unerwünschte Drohnen in deiner Umgebung aufspüren. Da viele handelsübliche Drohnen zur Kommunikation die gleichen Frequenzen wie WLAN oder Bluetooth nutzen, scannt die dazugehörige Software von Entwickler „fduflyer“ (GitHub-Repository) die Funksignale kontinuierlich nach bekannten Drohnen-IDs ab. Sobald eine Übereinstimmung gefunden wird, meldet dir das System die Entdeckung und veröffentlicht den Fund zusätzlich auf der Plattform DroneAware.io. Unter idealen Bedingungen lassen sich die Fluggeräte so auf eine Entfernung von bis zu fünf Meilen orten, was besonders nützlich ist, um Flugverbote in sensiblen Gebieten wie Nationalparks besser überwachen zu können.

Das Ganze ist aktuell wohl primär für den Luftraum der USA ausgelegt, aber ich finde es super spannend!

Dein persönlicher Solar-Wahrsager fürs Smart Home

Hast du dich jemals gefragt, ob die Sonne heute genug Energie liefert, um reinen Gewissens die Waschmaschine anzuwerfen? Mit der Solar Forecast Card für Home Assistant holst du dir deine eigene kleine Ertrags-Kristallkugel über HACS direkt auf dein digitales Dashboard. Diese smarte Erweiterung schnappt sich die Prognosen von Diensten wie Solcast oder Open-Meteo und verwandelt sie in schicke, farbenfrohe Balkendiagramme für die nächsten sieben Tage. Du kannst dabei sogar deine tatsächliche Stromproduktion detailgenau nach Himmelsrichtung aufschlüsseln lassen, um gnadenlos aufzudecken, welche deiner Solaranlagen heute den faulen Lenz markiert. So hast du deine künftige Energieausbeute immer perfekt im Blick und kannst deine heimischen Stromfresser genau dann starten, wenn der leuchtende Stern am Himmel auch wirklich verlässlich liefert.

Aus alt mach smart, ganz ohne Vorschlaghammer (WWHA)

Falls dir beim Gedanken an eine Smart-Home-Nachrüstung sofort Lärm und Bauschutt in den Sinn kommen, kannst du die Abrissbirne getrost wieder einpacken. Der Düsseldorfer Hersteller ubisys mischt nun offiziell im „Works with Home Assistant“-Programm mit und bewahrt deine analoge Haustechnik mit seinen Zigbee-Komponenten vor dem sicheren Ruhestand. Statt dein nostalgisches Badezimmer zu entkernen, versteckst du einfach smarte Unterputz-Module hinter den Schaltern und klipst clevere Thermostate an die Heizung. Diese funken dann brav lokal im Mesh-Netzwerk, verzichten auf lästige Cloud-Schnüffelei und weigern sich dank fünf Jahren Garantie und absurd langer Software-Unterstützung schlichtweg, zeitnah kaputtzugehen. Alles, was du für die Adoption dieser verlässlichen Mitbewohner brauchst, ist ein Zigbee-Stick und die ZHA-Integration (oder Zigbee2MQTT)– wobei du für die spannende 230-Volt-Kabelage hinter der Wand unbedingt den Elektriker anrufen solltest, damit das smarte Upgrade nicht mit einem lauten Knall endet.

Smarte Steuerung für deinen höhenverstellbaren Schreibtisch

Mit dem DeskUp Pro integrierst du deinen elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch nahtlos in dein Smart-Home-System wie Home Assistant oder andere Systeme via REST-API. Der Controller wird unkompliziert über den RJ11/RJ12-Anschluss deines Tisches verbunden, bezieht direkt darüber seinen Strom und klinkt sich in dein WLAN ein. Dadurch erhältst du die volle Kontrolle über die Tischhöhe per Smartphone, Sprachbefehl oder durch individuelle Automatisierungen, wie beispielsweise ein automatisches Hochfahren nach zu langem Sitzen. Du hast die Wahl, ob du das fertig konfigurierte Gerät direkt kaufst oder es anhand der umfassenden Open-Source-Dokumentation für den privaten Gebrauch selbst nachbaust, wobei eine vorherige Überprüfung der Kompatibilität mit deinem Schreibtischmodell dringend empfohlen wird.

Fenster auf oder zu? Dein neues graues Spion-Gadget weiß es!

Mit dem SIEGENIA Sensor Set in schickem RAL7005-Grau holst du dir deinen persönlichen kleinen Fenster-Wächter nach Hause, der ohne lästiges Werkzeug und Kabelsalat direkt im Rahmen verschwindet (oder auch mutig aufliegend thront). Er petzt sofort an dein Matter- oder Thread-fähiges Smart-Home-System, wenn ein Fenster geöffnet wird, und hilft dir so ganz nebenbei, Energie zu sparen – indem er beispielsweise der Heizung flüstert, dass sie mal eine Pause einlegen soll. Du lernst ihn in Sekundenschnelle per QR-Code an und kannst von überall auf der Welt per App checken, ob zu Hause wirklich alles dicht ist; das ist nicht nur unheimlich praktisch für das eigene Gewissen, sondern auch ideal für Mietwohnungen, da der batteriebetriebene Kollege sich jederzeit rückstandslos wieder verabschieden kann.

Gastspiel 2026

Und dann wird es auch dieses Jahr vom lieben Andreas (Spiel & Zeug) wieder ein Gastspiel geben. 2025 habe ich das Event hier um die Ecke, in Düsseldorf, schon besucht und fand es eine rundum gelungene Veranstaltung (was zu erwarten war, wenn Andreas involviert ist ;)). Somit musste ich nicht lange überlegen, ob ich auch 2026 wieder dabei sein will: Gastspiel 2026 – Ländliche Idylle. Die Entfernung (Nähe Braunschweig) ist von Köln aus dieses Jahr definitiv größer, aber für die Fahrt habe ich mir schon einen Mitfahrer „organisiert“, mit dem ich ohnehin gerne über das Thema Smart Home rede… 😉

Neue Folge Schaltzentrale online

In der siebten Folge des Podcasts „Schaltzentrale“ nehmen dich Sascha und Olli mit auf einen digitalen Frühjahrsputz in Home Assistant. Du erfährst, warum es sinnvoll ist, dein Smart Home regelmäßig von unnötigen Cloud-Abhängigkeiten und veralteten Integrationen zu befreien, um den Datenschutz und die Systemstabilität zu erhöhen. Dabei diskutieren die beiden unterhaltsam über die zahlreichen anstehenden Reparaturmeldungen in Saschas System und geben dir wertvolle Tipps, wie du die Datenbankgröße deines eigenen Systems effektiv reduzieren kannst. Ein zentraler Rat der beiden Smart-Home-Experten ist, den internen Recorder so einzustellen, dass er sich auf wesentliche kurzfristige Daten beschränkt, während du langfristige Statistiken und detaillierte Stromverbräuche besser in eine separate Datenbank wie InfluxDB auslagerst. Auf diese Weise bleibt dein Setup performant, übersichtlich und du behältst trotzdem die volle Kontrolle über deine gesammelten Verbrauchsdaten.

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