Seien wir mal ehrlich: Es gibt Menschen mit einem grünen Daumen, und es gibt mich. Trotz meiner anfänglichen Motivation enden die meisten meiner Zimmerpflanzen früher oder später als knusprige Dekoration. Zwar erinnert mich mein Smart Home dank diverser Feuchtigkeitssensoren brav daran, wann Wasser benötigt wird – aber den Weg zur Gießkanne muss ich halt immer noch selbst antreten. Bis jetzt! Denn ich habe mir die Apollo PUMP-1² genauer angesehen, eine smarte Mini-Wasserpumpe, die mich quasi in die Zukunft katapultiert.
Wer steckt eigentlich hinter Apollo Automation?
Bevor wir uns in die Technik stürzen, ein kurzer Blick auf die Macher. Apollo Automation ist ein junges Technologie-Startup, das im September 2023 in Versailles, Kentucky (USA) gegründet wurde. Das Team hat sich auf fortschrittliche Hard- und Software für den Smart-Home-Markt spezialisiert. Besonders sympathisch: Der Fokus liegt komplett auf Open-Source-Lösungen und dem Schutz der Privatsphäre. Apollo entwickelt extrem community-nah und setzt stark auf das Feedback der Nutzer.
Bisher gab es für uns in Europa allerdings einen kleinen Haken: Der Versand aus den USA bedeutete hohe Lieferkosten, lange Wartezeiten und nervige Zollgebühren (oder wie auch immer dieses Einfuhrgedingens offiziell heißt). Die gute Nachricht: Apollo versendet nun auch direkt aus Europa! Mein Testgerät kam direkt aus den Niederlanden zu mir – ganz ohne Zollstress.

Klein, aber oho: Die Technik der PUMP-1
Die PUMP-1 ist eine erstaunlich kompakte Gleichstrom-Flüssigkeitspumpe. Gerade einmal knapp 10 mal 5 Zentimeter misst das gute Stück. Im Inneren werkelt ein ESP32-C6-MINI Chip, der die WLAN-Verbindung herstellt. Die Stromversorgung? Absolut unkompliziert über einen handelsüblichen 5V USB-C-Anschluss. Ein altes Handy-Netzteil reicht hier also völlig aus.
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Trotz der geringen Größe hat die Pumpe ordentlich Power: Sie erreicht eine Förderleistung von bis zu 900 Millilitern pro Minute, schafft eine Förderhöhe von über vier Metern und kann Flüssigkeiten über eine Distanz von mehr als zehn Metern transportieren.
Ein echtes Highlight sind die zwei optionalen Anschlüsse für kapazitive Flüssigkeitssensoren:
- Der Eingangssensor: Er wird am Wasser-Vorratsbehälter angebracht und stoppt die Pumpe automatisch, wenn das Wasser leer ist. Das schützt die Hardware effektiv vor Trockenlauf.
- Der Ausgangssensor: Dieser sitzt am Zielbehälter. Er beendet den Pumpvorgang sofort, sobald der gewünschte Wasserstand erreicht ist – perfekt, wenn man Behälter komplett auffüllen möchte, ohne eine Überschwemmung zu riskieren.

Grenzenlose Möglichkeiten (Ja, auch für Bier!)
Da es sich um eine Membranpumpe aus lebensmittelechten Materialien handelt, sind die Einsatzmöglichkeiten gigantisch. Bei mir gießt sie „nur“ eine Pflanze. Aber man kann damit auch Wassertanks von Saugrobotern, Kaffeemaschinen oder Aquarien automatisch nachfüllen. Sogar die Trinknäpfe von Haustieren lassen sich so smart auf einem konstanten Level halten.
Wer jetzt richtig kreativ wird: Auf der Produktseite von Apollo wird demonstriert, dass die PUMP-1 auch Bier oder Smoothies pumpen kann. Und keine Sorge: Das Modul lässt sich leicht auseinanderbauen, um die Membran nach solchen Experimenten wieder gründlich zu reinigen.

Volle Kontrolle dank Home Assistant
Als ESP-basiertes Gerät ist die Integration ein Traum. Über ESPHome wird die Pumpe in Home Assistant via Auto-Discovery sofort erkannt. Wenige Klicks später stehen alle Entitäten bereit.
Für meine Pflanze sieht das Setup jetzt so aus: Sobald mein Zigbee-Feuchtigkeitssensor in der Erde für 15 Minuten meldet, dass die Pflanze zu trocken ist, springt die Apollo PUMP-1² für genau 10 Sekunden an. Fertig. Keine knusprigen Blätter mehr!
Besonders clever ist die integrierte Sicherheitsfunktion namens „Max Safe Run Time“. Hier lässt sich eine maximale Laufzeit (z. B. 60 Sekunden) festlegen. Sollte eine Automation mal Amok laufen, schaltet die Pumpe sich rechtzeitig ab, bevor das Wohnzimmer zum Pool wird. Eine kleine RGB-LED am Gehäuse rundet das Paket ab und visualisiert auf Wunsch den aktuellen Betriebszustand.

Fazit: Modulares Konzept für Bastler
Was mir abschließend extrem gut gefällt, ist die Preisgestaltung. Die PUMP-1 kostet in der Basisversion knapp 33 Euro². Alles andere – Schläuche, die Flüssigkeitssensoren oder Flaschenhalterungen – ist rein optional. Du kaufst also wirklich nur das, was du für dein ganz spezielles Projekt brauchst. Für eine einzelne Topfpflanze ist das Setup vielleicht ein kleiner Luxus, aber sobald man ein Schlauchsystem für mehrere Pflanzen aufbaut oder den Saugroboter automatisiert, wird das Ganze zu einem genialen Smart-Home-Upgrade.
Was würdet ihr mit der Apollo PUMP-1 automatisieren? Den Kaffeetank, das Aquarium oder doch die Zapfanlage? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Das genannte Produkt wurde mir vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich weise hierauf ausdrücklich hin, da ich Wert auf größtmögliche Transparenz lege.
Das kostenlose Bereitstellen eines Produktmusters hat keine Auswirkung auf meine Berichte hierzu, was du an möglicher geäußerter Kritik auch immer erkennen kannst.
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