Zwischen Couch-Spion und brüllendem Handtuch: Der ganz normale Smart-Home-Wahnsinn

Mach dich bereit für ein Smart-Home-Update, das den schmalen Grat zwischen genialer Hausautomation und leichter Überwachungsparanoia genüsslich ausreizt: Während ein unsichtbarer Drucksensor unter deinem Sofa künftig ganz genau registriert, wann du faulenzt, zählt der neue Shelly Presence Gen4 minutiös jeden deiner Gäste im Raum mit. Damit du diese geballte Technik auch stilvoll bedienen kannst, verspricht der „Tap One“ als eierlegende Wollmilchsau unter den Lichtschaltern Rettung – zumindest, wenn das Kickstarter-Projekt wirklich das Licht der Welt erblickt. Softwareseitig beamt dich eine neue Home-Assistant-Integration mit feinsten Windows-95-Vibes inklusive Blue Screen in die Vergangenheit zurück, bevor das aktuelle 2026.4-Update ganz nebenbei deine angestaubten Infrarot-Geräte wiederbelebt. Und falls dein Smart Home bisher zu friedlich war, bewahrt dich zu guter Letzt ein selbstgebauter, smarter Handtuch-Haken vor der handfesten Ehekrise, indem er dich gnadenlos über die Hauslautsprecher anbrüllt, wenn du nach dem Duschen mal wieder nicht richtig aufräumst.

Shelly Presence Gen4: Fortschrittliche Personenerkennung für dein Smart Home

Mit dem neuen Shelly Presence Gen4 erhältst du einen kompakten Smart-Home-Sensor, der bis zu sechs Personen gleichzeitig in einem Raum von bis zu 42 Quadratmetern erfassen kann, unabhängig davon, ob diese sich bewegen oder stillstehen. Du hast die Möglichkeit, das Gerät an der Wand oder auf einem Tisch zu platzieren und bis zu zehn spezifische Überwachungszonen mit anpassbarer Empfindlichkeit einzurichten, um Fehlalarme zu minimieren. Zusätzlich ist ein Lichtsensor integriert, der die Helligkeit im Raum misst und so bei Bedarf automatisch deine smarte Beleuchtung steuert. Da der Sensor Matter-kompatibel ist und Wi-Fi 6, Bluetooth 5 sowie Zigbee 3.0 unterstützt, kannst du ihn problemlos in gängige Ökosysteme wie Apple Home, Amazon Alexa und Google Home einbinden. Obwohl der Sensor bereits auf Amazon in Deutschland und Spanien aufgetaucht ist, gibt es derzeit noch keine offiziellen Informationen zum Preis oder einem flächendeckenden Veröffentlichungsdatum.

Smarter Drucksensor für dein Sofa

Mit dem Tuya Zigbee Drucksensor für unter 20 Euro kannst du spannende Automatisierungen in deinem Smart Home einrichten, indem du den dünnen Sensorstreifen einfach unsichtbar unter Polster, Matratzen oder Teppiche legst. Er erkennt durch ein flexibles Dünnschicht-System zuverlässig, ob jemand Platz nimmt, wodurch sich beispielsweise automatisch das Licht dimmen, Musik starten oder der Fernseher einschalten lässt. Du kannst den in 30 oder 70 Zentimeter Länge erhältlichen Sensor über die Tuya- oder Smart Life-App konfigurieren und sogar die Auslösezeit anpassen, um Fehlalarme durch herabfallende Kissen zu vermeiden. Neben dem Komfortgewinn bietet das Gadget auch Potenzial für Sicherheits- und Energiesparanwendungen, allerdings benötigst du für den Betrieb mit den zwei AAA-Batterien zwingend ein Zigbee-Gateway.

Smarte Lichtsteuerung leicht gemacht: Der Tap One

Mit dem „Tap One“ des britischen Startups Tewke erhältst du einen intelligenten Lichtschalter, der die Steuerung deines Smart Homes deutlich vereinfacht und durch seinen geringeren Preis für jeden Raum geeignet ist. Als moderne Alternative zum herkömmlichen Wandschalter bietet das Gerät eine elegante Glasoberfläche mit Touch-Bedienung und einer anpassbaren LED-Lichtleiste. Der große Vorteil an diesem System ist die simple Installation, da der geräuschlose Dimmer auch problemlos in Netzwerken ohne Neutralleiter (No-Neutral) funktioniert. Gleichzeitig verwandelt der Tap One deine Wände in eine kompakte Überwachungszentrale: Er erfasst deinen Energieverbrauch und liefert dank fünf integrierter Sensoren präzise Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Umgebungslicht sowie per Doppler-Radar auch zu Bewegungen und Anwesenheit im Raum. Da der smarte Schalter nativ mit Plattformen wie Home Assistant kompatibel ist, kannst du ihn nahtlos in dein bestehendes Setup einbinden und deine gesamten Automatisierungen komfortabel über ein einziges Gerät steuern.

Das Ganze ist aktuell eine Kampagne auf Kickstarter, so dass noch nicht belegt ist, das es das Produkt wirklich geben wird. Das Finanzierungsziel wurde erreicht, aber man weiß ja nie und gegebenenfalls wurde ich das ein oder andere Mal auch schon bei solchen Crowdfunding-Aktionen bitte enttäuscht… 😉

Zurück in die 90er: Wenn dein Smart Home plötzlich Röhrenmonitor-Vibes versprüht

Mit der experimentellen „Home Assistant 95“-Integration verpasst du deinem hochmodernen Smart Home einen grandios nostalgischen Retro-Anstrich, der direkt aus der Zeit der ratternden Einwählmodems stammen könnte. Die Erweiterung überschreibt deine gewohnte Oberfläche mit klobigen Bevel-Effekten, klassischen Farben und der altehrwürdigen Tahoma-Schriftart, während dir ein kleiner, frei verschiebbarer Assistent auf dem Bildschirm altkluge Tipps zur Hausautomation gibt. Falls dir das noch nicht genug Nervenkitzel bietet, reicht ein schneller, fünfmaliger Klick auf den kleinen Helfer, um den legendären und berüchtigten „Blue Screen of Death“ als waschechtes Easter Egg auszulösen. Das auf HACS basierende Spaßprojekt unterstützt sogar einen dunklen sowie hellen Modus und lässt sich über simple Schalter zuschalten – Benutzung natürlich auf eigene Gefahr, falls du die Ästhetik der 90er-Jahre doch nicht so gut verträgst.

Die optische „Anpassung“ wurde von Home Assistant „offiziell“ als diesjähriger Aprilscherz genutzt:

Home Assistant 2026.4: Infrarot-Revolution und smarte Automatisierungen

Kein Aprilscherz hingegen war das HA-Updates 2026.4 am Mittwoch: Mit dem Update auf Home Assistant 2026.4 zieht eine längst totgeglaubte Technologie in dein Smart Home ein: Durch die neue native Infrarot-Unterstützung und spezielle ESPHome-basierte Proxy-Geräte kannst du ab sofort herkömmliche Fernseher, Klimaanlagen oder Ventilatoren in deine Automatisierungen einbinden und verleihst somit alten Geräten ein völlig neues, smartes Leben. Gleichzeitig revolutioniert das Update die Erstellung von Automatisierungen durch bereichsübergreifende Auslöser und Bedingungen, wodurch du künftig nicht mehr in technischen Entitäten, sondern in natürlichen Konzepten wie „Tür geöffnet“ oder „Temperatur geändert“ denken kannst. Neben diesen großen Neuerungen bringt das Release auch visuelle Highlights wie anpassbare Hintergrundfarben für deine Dashboard-Sektionen, Favoriten-Funktionen für Karten, ein umfassendes Matter-Schloss-Management mit PIN-Codes sowie die Möglichkeit, live zu verfolgen, wie der KI-Sprachassistent „Assist“ deine Anfragen im Hintergrund verarbeitet.

Ehe-Retter aus dem 3D-Drucker: Der smarte Handtuch-Haken

Weil pure Disziplin völlig überbewertet ist und ein nasses Handtuch auf dem Ehebett regelmäßig den häuslichen Frieden gefährdete, hat der YouTuber „The Stock Pot“ kurzerhand seinen eigenen smarten Handtuch-Haken entwickelt. Anstatt sein Handtuch nach dem Duschen einfach brav aufzuhängen, zerlegte er lieber einen Aqara T1 Tür- und Fenstersensor und designte per 3D-Druck ein federgelagertes Gehäuse darum herum. Sobald das nasse Textil nun fehlt, rückt der verbaute Magnet zu nah an den Reed-Schalter und Home Assistant startet gnadenlos einen Countdown: Hängt das Handtuch nach einer festgelegten Zeit nicht wieder an seinem rechtmäßigen Platz, gibt es erst eine Mahnung aufs Smartphone und wenig später den vollen Alarmton über die Lautsprecher im Haus. Du kannst dir diese herrlich übertriebene Hightech-Lösung für ein simples Alltagsproblem sogar selbst nachbauen, denn die Druckdateien für den 15-Dollar-Lebensretter stehen kostenlos zur Verfügung.

Ich finds richtig kreativ uns super umgesetzt:

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