Während die Home-Assistant-Entwickler nach einem massiven Beta-Aufstand gerade eilig die Notbremse ziehen und das drohende Namenschaos deiner liebevoll benannten Sensoren vorerst abblasen, gibt es diese Woche zum Glück auch erfreulichere Bastelprojekte für dein Smarthome. Du kannst beispielsweise dein verstaubtes, fast schon vergessenes Tablet mit HoaryDash kurzerhand aus dem Technik-Grab retten, dein Zuhause mit 3Dash in ein interaktives 3D-Modell verwandeln oder dank des neuen, offenen Audio-Standards Sendspin und der passenden MassDroid-App zum ultimativen Multiroom-DJ aufsteigen. Wenn du dann noch frisch zertifizierte Z-Wave-Thermostate von Heatit einbindest und deine Datenoberhoheit mit den neuen, geradezu bombensicheren SecureTar-v3-Backups wegschließt, bist du für den anstehenden Winter und die nächste unvermeidliche Update-Welle absolut perfekt gerüstet.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Rolle rückwärts im Smarthome-Namenschaos
- 2 MassDroid: Dein smarter Android-Begleiter für Music Assistant
- 3 Neues Sicherheitslevel für deine Home Assistant Backups
- 4 Offener Standard für dein vernetztes Musikerlebnis: Sendspin
- 5 Heatit wird Teil von „Works with Home Assistant“
- 6 Interaktives 3D-Dashboard für dein Home Assistant
- 7 Ressourcenschonendes Home Assistant Dashboard für alte Tablets
Rolle rückwärts im Smarthome-Namenschaos
Die Entwickler von Home Assistant wollten deinem Smarthome eigentlich nur etwas Disziplin beibringen und haben versucht, per Brechstange eine rigorose Namenspflicht einzuführen: Der Gerätename sollte zwangsweise vor deine liebevoll ausgedachten Entitätsnamen geklatscht werden, um das jahrelange Chaos zu beenden und Sprachassistenten glücklich zu machen. Doch sie haben die Rechnung ohne den massiven Protest der Beta-Tester gemacht, die plötzlich vor zerschossenen Dashboards und unfreiwillig absurden Konstruktionen wie „Bewegungsmelder Ambient temp“ standen. Angesichts dieses kontroversen Gegenwinds wurde nun eilig die Notbremse gezogen und das Feature komplett aus dem 2026.4-Update gestrichen, um in Ruhe einen funktionierenden Plan auszuhecken. Aber Vorsicht, aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die große Umbenennungswelle wird unweigerlich irgendwann über dich hereinbrechen – bis dahin darfst du deine Sensoren aber zumindest vorerst weiter so herrlich inkonsequent benennen, wie es dir gefällt.

MassDroid: Dein smarter Android-Begleiter für Music Assistant
MassDroid ist eine native Android-App, die als vollumfänglicher Begleiter für deinen Music-Assistant-Server fungiert und den Fokus stark auf musikalische Entdeckung sowie personalisierte Empfehlungen legt. Die Anwendung bietet dir die komplette Fernsteuerung über all deine Abspielgeräte und lernt gleichzeitig lokal auf deinem Smartphone aus deinen Hörgewohnheiten, um passgenaue Playlists und dynamische Genre-Radiosender für dich zu erstellen. Fehlende Metadaten wie Künstlerbiografien oder ähnliche Interpreten reichert die App nahtlos über Last.fm an, während das integrierte Sendspin-Protokoll dein Handy bei Bedarf in einen eigenen Audio-Player verwandelt. Dank der Echtzeit-Synchronisation hast du deine gesamte Musikbibliothek, alle Warteschlangen und deine Favoriten jederzeit übersichtlich im Griff, während deine gesammelten Hördaten sicher und privat auf deinem Gerät verbleiben.
Neues Sicherheitslevel für deine Home Assistant Backups
Mit dem Release 2026.4 führt Home Assistant das neue Verschlüsselungsformat SecureTar v3 ein, das deine Backups durch modernste kryptografische Standards wie Argon2id und XChaCha20-Poly1305 noch effektiver vor Angriffen und Datenmanipulation schützt. Diese Weiterentwicklung wurde von der Open Home Foundation finanziert und durch die externe Sicherheitsfirma Trail of Bits unabhängig geprüft, wobei alle identifizierten Schwachstellen direkt behoben wurden. Zukünftig wird diese verbesserte Verschlüsselung für alle neu erstellten Sicherungen automatisch angewendet, und obwohl deine bisherigen Backups dank der standardmäßig generierten, hochkomplexen Passwörter weiterhin sicher sind, wird dringend empfohlen, ein neues Kennwort in den Einstellungen zu vergeben, falls du in der Vergangenheit ein eigenes, eher schwaches Passwort gewählt hast.
Offener Standard für dein vernetztes Musikerlebnis: Sendspin
Mit Sendspin hat die Open Home Foundation einen neuen, offenen Standard für ein synchronisiertes Musikerlebnis über mehrere Räume und Geräte hinweg veröffentlicht. Das Protokoll ermöglicht es dir, hochwertige Audiosignale auf verschiedenen Lautsprechern absolut zeitgleich abzuspielen, Albumcover auf Bildschirmen anzuzeigen, die Wiedergabe zu steuern und zukünftig sogar verbundene Lichter passend zur Musik visuell einzubinden. Da etablierte Lösungen wie AirPlay oder Cast geschlossen sind und sich meist nur auf das reine Audiostreaming konzentrieren, bietet dir Sendspin als offenes Ökosystem die volle Kontrolle über deine Geräte und schließt bisherige Lücken wie die gerätespezifische digitale Signalverarbeitung (DSP). Obwohl sich das Projekt noch in der öffentlichen Vorschau befindet, kannst du es bereits heute über den Music Assistant, ESPHome oder die Home Assistant Voice Preview Edition nutzen und damit selbst alte Smartphones oder herkömmliche Computer in synchronisierte Audioempfänger verwandeln.

Heatit wird Teil von „Works with Home Assistant“
Das norwegische Unternehmen Heatit, das sich seit über 30 Jahren auf intelligente Heizungssteuerung und Heimsicherheit spezialisiert hat, ist nun offiziell Teil des „Works with Home Assistant“-Programms. Die zertifizierten Geräte, darunter Thermostate, Wandcontroller und der Rauchmelder Z-Smoke 2, kommunizieren zuverlässig über das lokale Z-Wave-Netzwerk und lassen sich nahtlos und ohne Cloud-Zwang in dein Smart Home integrieren. Durch die Zertifizierung wird garantiert, dass diese Produkte direkt nach dem Auspacken perfekt mit Home Assistant zusammenarbeiten und langfristig mit Firmware-Updates unterstützt werden, sodass du dein Zuhause energieeffizient, sicher und datenschutzfreundlich heizen und überwachen kannst.
Interaktives 3D-Dashboard für dein Home Assistant
Mit der Webanwendung „3Dash“ erhältst du ein innovatives 3D-Dashboard für dein Home Assistant, mit dem du dein Smart Home visuell steuern und überwachen kannst. Du lädst dafür einfach ein eigenes 3D-Modell deines Zuhauses im .glb-Format hoch, verknüpfst es direkt im Browser mit deinen Entitäten und bedienst anschließend Beleuchtung, dimmbare Lampen oder Infrarot-Fernbedienungen nahtlos in der dreidimensionalen Umgebung. Darüber hinaus bietet das Tool die Möglichkeit, Live-Sensordaten wie Temperatur oder Energieverbrauch an virtuellen Wänden darzustellen, animierte Röhren für den Netzwerkdurchsatz einzubinden und sogar den realen Sonnenstand sowie lokale Wettereffekte wie Regen oder Schnee in die Szene zu integrieren. Die Einrichtung erfolgt komplett über eine intuitive grafische Benutzeroberfläche inklusive Einrichtungsassistent, sodass keine manuelle Bearbeitung von Konfigurationsdateien nötig ist. Du kannst 3Dash ganz flexibel als Home Assistant Add-on, als direkt gehostete GitHub-Seite oder auf einem eigenen Server betreiben und dank der Unterstützung als Progressive Web App (PWA) sogar wie eine eigenständige App auf deinen Geräten installieren.

Ressourcenschonendes Home Assistant Dashboard für alte Tablets
Mit HoaryDash erhältst du ein blitzschnelles, mit Home Assistant verbundenes Dashboard, das gezielt für die Wiederverwendung älterer Tablets entwickelt wurde. Die auf Go basierende Server-Anwendung liest eine einfache YAML-Konfiguration ein und wandelt diese in statisches HTML mit minimalem JavaScript um, wodurch komplett auf ressourcenhungrige Frameworks oder Bibliotheken verzichtet wird. Über WebSockets kommuniziert das schlanke System direkt mit deinem Smart Home und bietet dir aktuelle Anzeigen wie Wettervorhersagen oder eine Mediensteuerung. Da das Dashboard auch mit sehr alten Browser-Engines ab Chromium 44 kompatibel ist und sich optimal für den Einsatz mit der Fully Kiosk App eignet, kannst du ausgemusterte Geräte mit minimalem Aufwand wieder in praktische und reaktionsschnelle Smart-Home-Zentralen verwandeln.

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