Hast du gerade Home Assistant installiert, ein Tutorial auf YouTube geschaut und suchst nun verzweifelt den Menüpunkt „Add-ons“? Du bist nicht allein! Mit dem Update 2026.2 hat Home Assistant eine weitreichende Namensänderung vorgenommen: Add-ons heißen jetzt Apps.
Doch der neue Name sorgt für Verwirrung – besonders, wenn der Reiter bei dir komplett fehlt. In diesem Beitrag erklären wir, warum das so ist und warum deine Installationsmethode darüber entscheidet, ob du Apps nutzen kannst oder nicht.
Das Wichtigste in Kürze: Add-ons vs. Apps
Seit Februar 2026 hat Home Assistant die Terminologie vereinheitlicht. Was früher als „Add-on“ bekannt war (z. B. Zigbee2MQTT, ESPHome oder das Studio Code Server), wird nun unter dem Begriff Apps geführt.
An der Funktion hat sich nichts geändert: Es sind kleine, isolierte Anwendungen (Docker-Container), die direkt über die Home Assistant Oberfläche verwaltet werden können.
Warum sehe ich keine „Apps“ in meinem Menü?
Dies ist die häufigste Frage nach dem Update. Wenn du Anleitungen folgst, die den Bereich „Apps“ (ehemals Add-ons) zeigen, dieser bei dir aber fehlt, liegt das an deiner Installationsart.
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Es gibt zwei Hauptwege, Home Assistant zu betreiben:
1. Home Assistant OS (HAOS) & Supervised
- Status: Apps sind verfügbar.
- Details: Wenn du Home Assistant als fertiges Betriebssystem (z. B. auf einem Raspberry Pi oder als VM) nutzt, hast du vollen Zugriff auf den „App Store“. Das System kümmert sich im Hintergrund um die Container-Verwaltung.
2. Home Assistant Container (Docker) & Core
- Status: Keine Apps verfügbar.
- Details: Wenn du Home Assistant als Docker-Image auf einem NAS (z. B. Synology, QNAP) oder unter einem eigenen Linux-Server (Docker Compose) installiert hast, fehlt der Reiter „Apps“ komplett.
Warum ist das so? > Bei der Container-Version bist du der Administrator für zusätzliche Software. Möchtest du Zigbee2MQTT nutzen, musst du dafür einen eigenen, separaten Docker-Container anlegen, anstatt ihn einfach per Klick innerhalb von Home Assistant zu installieren.
Hilfe, mein Tutorial zeigt Add-ons!
Lass dich nicht verunsichern: Wenn du ein älteres Video siehst, in dem jemand auf „Add-ons“ klickt, ist das exakt derselbe Ort, an dem du heute Einstellungen > Apps findest.
Sollte der Punkt bei dir nicht existieren, nutzt du höchstwahrscheinlich die Container-Version. In diesem Fall musst du die gewünschte Zusatzsoftware (wie Mosquitto Broker oder InfluxDB) manuell als eigenen Container auf deinem Host-System installieren und anschließend über Integrationen mit Home Assistant verbinden.
FAQ: Häufige Fragen zum Apps-Update
Warum sehe ich in Home Assistant den Reiter „Apps“ nicht?
Das liegt meist an deiner Installationsmethode. Nur das Home Assistant Operating System (HAOS) und die Supervised-Installation unterstützen Apps (ehemals Add-ons). Die Container-Version (Docker) bietet diese Funktion nativ nicht.
Sind Home Assistant Apps das Gleiche wie Add-ons?
Ja. Mit dem Release 2026.2 wurden Add-ons lediglich in „Apps“ umbenannt, um die Bedienung für Einsteiger intuitiver zu gestalten. Die Funktionalität bleibt identisch.
Kann ich Apps in Home Assistant Docker nachrüsten?
Nein. In der Docker-Version musst du zusätzliche Dienste wie Zigbee2MQTT oder Datenbanken als separate Docker-Container auf deinem Host-System manuell installieren.
Fazit
Die Umbenennung in „Apps“ soll das System zugänglicher machen, führt aber kurzfristig zu Suchanfragen nach den „vermissten“ Add-ons. Wer die volle Klick-und-Fertig-Erfahrung möchte, sollte weiterhin zum Home Assistant Operating System greifen.
Du bist unsicher, ob du auf die OS-Version umsteigen solltest? Falls du gerade erst startest und dich nicht mit Docker-Befehlen herumschlagen willst, ist der Wechsel auf HAOS meist die stressfreieste Entscheidung für dein Smart Home.
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