Willkommen zur wöchentlichen Tech-Achterbahn, bei der dein Saugroboter plötzlich Discolicht macht und IKEA mal wieder an der fehlenden digitalen Schraube verzweifelt. Während Dreame jetzt deine Wände beleuchtet, räumt die Bundesnetzagentur bei schwindelnden Smartwatches auf und OpenClaw entpuppt sich als ziemlich riskanter KI-Assistent. Aber keine Panik: Home Assistant hübscht sein Dashboard auf und startet eine riesige Datenbank gegen Fehlkäufe, und damit du auf der nächsten Party glänzt, gibt es noch ein smartes E-Paper-Schild zum Selberbauen – viel Spaß beim Stöbern!
Vom Staubsauger zur Diskokugel: Dreame macht jetzt auch Licht
Du kennst Dreame bisher wahrscheinlich nur, wenn du auf den Boden schaust und deinem Saugroboter bei der Arbeit zusehst. Damit ist jetzt Schluss, denn der Hersteller will mit dem neuen Lightstrip P11 auch deine Wände und Decken erobern. Statt Krümel zu saugen, gibt es hier satte 1.800 Lumen Helligkeit und 108 LEDs pro Meter, die dank schicker Mehrzonensteuerung in allen erdenklichen Farben leuchten können – quasi der Regenbogen aus der Steckdose.
Der fünf Meter lange Streifen versteht sich blendend mit deinem Smart Home dank Matter-Support und tanzt im Musik-Modus sogar im Takt deiner Lieblingssongs. Mit einem Preis von 99 Euro will Dreame dabei Platzhirsch Philips Hue ordentlich Konkurrenz machen. Du kannst den Streifen also nach Belieben kürzen, kleben und per App steuern, ohne dass dir dabei ein Roboter über die Füße fährt.
Elektroschrott-Alarm: Wenn die Smartwatch lügt und der Nachbar das WLAN stört
Die Bundesnetzagentur hat im letzten Jahr ordentlich aufgeräumt und mal eben 7,7 Millionen elektronische Geräte aus dem Verkehr gezogen, die dort eigentlich nichts zu suchen hatten. Besonders im Online-Handel ging es rund: Über 5 Millionen Produkte mussten von den Plattformen verschwinden, weil sie entweder gar nicht hielten, was sie versprachen, oder schlichtweg unsicher waren. Ein Highlight waren dabei Smartwatches, die dir ernsthaft weismachen wollten, sie könnten deinen Blutzucker messen – Spoiler: Können sie natürlich nicht, und technisch vorhanden war die Funktion erst recht nicht.
Auch im Laden um die Ecke sah es nicht viel besser aus, denn bei den stichprobenartigen Kontrollen fiel mehr als die Hälfte der geprüften Geräte durch. Oft fehlten wichtige Kennzeichen, aber manchmal war die Technik selbst das Problem. Ein Wechselrichter für Solaranlagen strahlte beispielsweise so stark, dass er die Router in der Nachbarschaft lahmlegte. Falls dein Internet also mal wieder spinnt, liegt es vielleicht gar nicht am Provider, sondern an der neuen Solaranlage von nebenan, die es mit der Strahlung etwas zu gut meint.
Beim Caschy und im offiziellen Bericht kann man bei Interesse mehr dazu lesen.
Vorsicht, bissig: Wenn dein KI-Assistent zum Taschendieb wird
Dein neuer bester Freund, die OpenClaw-KI, hat leider ein paar ziemlich schlechte Angewohnheiten entwickelt. Auf dem Marktplatz ClawHub tummeln sich nämlich über 340 Skills, die dir nicht etwa bei der Arbeit helfen, sondern lieber deine Daten klauen wollen. Getarnt als nützliche Tools für Krypto-Wallets oder YouTube-Downloader, schleusen sie fiese Malware auf deinen Rechner, um Passwörter und SSH-Keys abzugreifen – besonders Mac-Nutzer sollten hier aufpassen, dass ihr Assistent nicht heimlich die Seiten wechselt.
Als wäre das nicht genug, hat OpenClaw selbst auch noch ein offenes Scheunentor im Gepäck. Ein einziger Klick auf einen manipulierten Link reicht aus, und schon übernehmen Angreifer dank einer Sicherheitslücke die Kontrolle über deinen lokalen KI-Gateway. Sie klauen sich einfach deinen Zugangstoken und können dann munter Befehle auf deinem Computer ausführen, ganz ohne Container-Schutz. Updates sind also Pflicht, sonst tanzt dir bald jemand Fremdes auf der Festplatte herum.
Dazu fällt mir auf Mastodon nur Folgendes ein:

Und wer weniger Lust auf Lesen hat und Bewegtbild bevorzugt, findet dazu ein sehr gutes Video von The Morpheus mit einer Gesamtbewertung und einem guten Einblick in das „Tool“:
Schöner Wohnen 2.0: Dein Dashboard macht jetzt aufgeräumt auf Liebe
Der Februar ist da, und Home Assistant will offensichtlich, dass du dich neu in dein Smart Home verliebst – oder zumindest in dessen Oberfläche. Mit dem Release 2026.2 wird das neue „Home Dashboard“ zum Standard für alle Neuinstallationen, und auch alte Hasen bekommen den sanften Hinweis, doch mal umzusteigen. Damit du dich nicht mehr fühlst wie in einem digitalen Bastelkeller, hilft dir das System jetzt auch aktiv dabei, deine Geräte den richtigen Räumen zuzuordnen. Und falls du dich wunderst, wo deine geliebten „Add-ons“ hin sind: Keine Panik, die heißen jetzt einfach „Apps“. Klingt moderner, ändert aber nichts daran, dass du sie wahrscheinlich trotzdem alle brauchst.
Auch bei den Automatisierungen darfst du dein Gehirn jetzt etwas mehr entspannen. Statt dich mit kryptischen numerischen Zuständen herumzuschlagen, kannst du nun endlich logische Auslöser wie „Wenn das Licht angeht“ verwenden – so, wie normale Menschen eben denken. Dazu gibt es noch eine neue „Verteilerkarte“ und eine flottere Suche, damit du weniger Zeit mit Suchen und mehr Zeit mit dem Bewundern deiner perfekt automatisierten Bude verbringst. Ob das Umbenennen von Dingen nun der große Wurf ist, sei dahingestellt, aber hey: Hauptsache, es blinkt, funktioniert und sieht dabei gut aus.
Schluss mit dem Rätselraten: Die ultimative Datenbank für dein Smart Home
Hast du dich auch schon mal gefragt, ob der smarte Lichtschalter wirklich ohne Cloud funktioniert oder ob der Bewegungsmelder hält, was er verspricht? Home Assistant startet jetzt eine riesige, von der Community gefütterte Gerätedatenbank, damit du genau das vor dem Kauf weißt. Statt auf geschönte Herstellerangaben zu vertrauen, setzt das Projekt auf echte Erfahrungen aus tausenden von Installationen. So siehst du sofort, welche Geräte bei anderen Nutzern zuverlässig laufen, welche Protokolle sie nutzen und ob sie sich gut mit deinem Setup verstehen.
Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn alle mitmachen. Über eine neue Funktion in Home Assistant kannst du anonymisierte Daten deiner Geräte teilen und so dazu beitragen, dass die Datenbank wächst und gedeiht. Keine Sorge, persönliche Daten bleiben privat – es geht rein um die Technik. Ziel ist eine transparente Übersicht, die dir verrät, was wirklich in deinem Smart Home funktioniert, damit Fehlkäufe und Frust der Vergangenheit angehören.

Wer einen Blick auf die hierdurch gewonnen Daten werfen will, kann dies (Stand 06.02.26) hier tun: https://openhomefoundation.grafana.net/public-dashboards/1cb22c82e90c4f64afb366c6125a8489
Billy-Regal steht, Technik fällt: IKEAs Smart-Home-Offensive wird zum Geduldsspiel
Du wolltest dein Zuhause eigentlich smarter machen, doch IKEAs neuester Vorstoß in die Welt von „Matter“ fühlt sich momentan eher an wie ein Möbelaufbau, bei dem die wichtigste Schraube fehlt (findet man bei Giga). Die neuen Geräte, die eigentlich für universelle Harmonie im Heimnetzwerk sorgen sollten, glänzen vor allem durch Arbeitsverweigerung: Nutzer berichten reihenweise von massiven Verbindungsproblemen, Sensoren, die sich nicht koppeln lassen, oder Gadgets, die nach kurzer Zeit einfach wieder aus dem digitalen Äther verschwinden. Statt futuristischem Wohnkomfort gibt es also erst einmal klassische Technik-Frustration.
Der Möbelriese hat den Fehlstart inzwischen bestätigt und arbeitet wohl schon fieberhaft an Updates, um die bockige Hardware zu zähmen. Bis dahin gilt für dich leider: Entweder hast du Glück und erwischst ein kooperatives Exemplar, oder du übst dich in schwedischer Gelassenheit. Es ist schon fast komisch, dass ausgerechnet der Standard, der alles „einfach wie ein Regalsystem“ machen sollte, aktuell komplizierter ist als der Name eines norwegischen Beistelltisches.
DIY-Projekt: Dein Namensschild hat jetzt ein Upgrade
Vergiss die klebrigen Papierfetzen, die nach fünf Minuten vom Hemd fallen – hier kommt die High-Tech-Lösung für deinen nächsten Auftritt. Mit einem 2,9-Zoll E-Paper-Display baust du dir ein smartes Badge, das nicht nur professionell aussieht, sondern auch noch endlos wiederverwendbar ist. Der Clou dabei ist die E-Paper-Technologie: Sobald dein Name, Titel oder ein cooles Logo einmal auf dem Schirm sind, bleibt das Bild auch ganz ohne Stromversorgung stehen. Du brauchst also keine schweren Batterien mitzuschleppen, nur um dich vorzustellen.
Natürlich hat die Sache einen kleinen Haken, denn das vierfarbige Display genehmigt sich entspannte 25 Sekunden für einen Bildwechsel. Aber sei mal ehrlich: Wie oft änderst du während einer Veranstaltung schon deine Identität? Mit ein bisschen Code und der passenden Library bastelst du dir Layouts mit verschiedenen Schriftarten und Grafiken, die dank des hohen Kontrasts selbst im grellsten Scheinwerferlicht perfekt lesbar bleiben. Am Ende hast du ein Gadget um den Hals, das garantiert mehr Aufmerksamkeit bekommt als der Vortrag, dem du gerade lauschst.
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