Mach dich bereit für eine wilde Mischung aus Faulheit und Bastelwut: Heute schauen wir uns an, wie ein Gartenpanzer dir das Schneeschippen abnimmt, während du schon mal Tickets für das „Woodstock der Heimautomatisierung“ in Utrecht buchst. Doch Vorsicht – während du weg bist, könnte dein ungesicherter Kühlschrank Spam verschicken, weshalb wir auch einen Blick auf Sicherheit und DIY-Alarmanlagen mit Nagellack-Finish werfen. Außerdem feiern wir die Auferstehung des ESP8266, ärgern uns über bockige IKEA-Hardware und stellen fest, dass in einem High-Tech-Haus am Ende doch nichts über einen ehrlichen, physischen Knopf geht.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Garten-Buddy auf Ketten: Der Yarbo M macht Sommer und Winter arbeitslos
- 2 Dein Smart Home will feiern: Party in Utrecht statt nur Livestream
- 3 Wenn der Kühlschrank plötzlich Spam verschickt: Mach deine Hütte dicht
- 4 Warum einfach, wenn es auch mit Lötkolben und Nagellack geht?
- 5 ESPHome 2026.1.0 erschienen
- 6 IKEA und Matter: Günstig, aber leider nicht ganz helle
- 7 Meine Meinung: Warum dein Smart Home mehr Knöpfe braucht
Garten-Buddy auf Ketten: Der Yarbo M macht Sommer und Winter arbeitslos
Hast du auch keine Lust, im Sommer bei brütender Hitze den Rasen zu mähen und dich im Winter morgens aus dem Bett zu quälen, um Schnee zu schippen? Dann könnte der neue Yarbo M genau dein Ding sein. Auf der CES 2026 wurde diese geschrumpfte Version des bekannten Garten-Alleskönners vorgestellt, die dank ihres Raupenantriebs unaufhaltsam über dein Grundstück panzert. Der Kleine ist dabei extrem modular aufgebaut: Er stutzt nicht nur deinen Rasen bis zur Kante perfekt, sondern lässt sich mit wenigen Handgriffen zum Schneeräumer umfunktionieren, sobald die erste Flocke fällt.
Das bedeutet für dich, dass du dich entspannt zurücklehnen kannst, während der Roboter die ganze Drecksarbeit erledigt – egal ob auf grüner Wiese oder in weißer Pracht. Bald soll die Finanzierungskampagne auf Kickstarter starten, und dann musst du nur noch entscheiden, welches Modul du gerade brauchst. Damit gibt es nun wirklich keine Ausrede mehr für einen ungepflegten Garten, selbst wenn du eigentlich viel lieber gemütlich auf der Couch liegen bleibst und dem Roboter bei der Arbeit zusiehst.
Dein Smart Home will feiern: Party in Utrecht statt nur Livestream
Endlich gibt es einen triftigen Grund, dein perfekt automatisiertes Zuhause zu verlassen: Das jährliche „State of the Open Home“-Event findet am 8. April 2026 in Utrecht statt und lädt dich diesmal leibhaftig dazu ein, statt dich nur vor den Bildschirm zu fesseln. Unter dem Motto „Building in the open“ wird nicht nur gefeiert, was die Community 2025 alles auf die Beine gestellt hat, sondern auch ganz transparent verraten, wohin die Reise geht. Es ist also die ideale Gelegenheit, mal live und in Farbe mit den Köpfen hinter der Software zu fachsimpeln, die dafür sorgt, dass bei dir das Licht angeht – oder eben auch nicht.
Falls du Lust auf diesen Ausflug in die Niederlande hast, solltest du dir Anfang Februar einen Knoten ins Taschentuch machen, denn die Tickets für das Live-Publikum sind begrenzt und dürften schneller vergriffen sein als die neueste Smart-Home-Hardware. Aber keine Panik, falls du lieber daheim bleibst oder leer ausgehst: Das ganze Spektakel inklusive spezieller Gäste und Überraschungen wird natürlich auch wieder weltweit gestreamt. So kannst du ganz entspannt von deiner Couch aus zusehen, wie die Zukunft des offenen Zuhauses gestaltet wird.
Wenn der Kühlschrank plötzlich Spam verschickt: Mach deine Hütte dicht
Dein vernetztes Zuhause ist super praktisch, bis plötzlich Fremde durch deine Sicherheitskamera glotzen oder dein Thermostat verrückt spielt. Hacker haben es nämlich längst nicht mehr nur auf deinen Laptop abgesehen, sondern suchen sich gezielt smarte Geräte, die oft mit schwachen Passwörtern kaum besser geschützt sind als eine offene Haustür. Das Risiko, dass jemand gezielt dich angreift, ist zwar gering, aber Cyberkriminelle sind Opportunisten und nehmen gerne jedes schlecht gesicherte Gerät dankend an, das ihnen ins Netz geht.
Damit dein Router nicht zum Einfallstor für digitale ungebetene Gäste wird, musst du kein IT-Genie sein, sondern nur ein paar simple Regeln beachten. Verwende starke, einzigartige Passwörter statt „123456“ und aktiviere überall die Zwei-Faktor-Authentifizierung, auch wenn der extra Schritt manchmal nervt. Wenn du dann noch deine IoT-Geräte in ein separates Gäste-WLAN verbannst, regelmäßig Updates machst und ungenutzte Funktionen abschaltest, bleibt dein Smart Home auch wirklich smart und wird nicht zur ferngesteuerten Geisterbahn.
Etwas ausführlicher kannst du das Ganze bei ZDNET (Englisch) nachlesen. Aber egal wie: Seid euch bewusst, dass die schöne bunte Welt der Smart Homes auch echte Probleme mit sich bringen kann!
Warum einfach, wenn es auch mit Lötkolben und Nagellack geht?
Hast du auch keine Lust mehr, ständig dein Handy rauszukramen, nur um die Alarmanlage auszuschalten? Anstatt eine langweilige Fertiglösung zu kaufen, zeigt dir dieser Bastler, wie du mit maximalem Aufwand ein eigenes Fingerabdruck-Keypad baust. Das Ziel: Ein schicker DIY-Türsteher auf ESP32-Basis, der dank Fingerabdruckscanner, PIN-Pad und bunten LEDs nicht nur professionell aussieht, sondern auch perfekt mit Home Assistant kommuniziert. Schließlich ist der eigene Finger der einzige Schlüssel, den man (hoffentlich) nie verliert.
Der Weg zum fertigen Gadget ist allerdings gepflastert mit typischen „Ups“-Momenten, die jedem Hobby-Bastler bekannt vorkommen dürften. Da werden Dioden falsch herum eingelötet und Designfehler auf der Platine ganz pragmatisch mit Nagellack korrigiert – echte Ingenieurskunst eben. Doch nach etwas Fluchen und Löten steht am Ende ein beeindruckendes Gerät im 3D-Druck-Gehäuse, das beweist: Warum etwas kaufen, wenn man es für viel mehr Zeit und Herzblut auch selbst bauen kann? Wie sicher das Ganze ist, steht aber auf einem ganz anderen Blatt…
ESPHome 2026.1.0 erschienen
Falls du deinen alten ESP8266 schon beerdigen wolltest, pack die Schaufel wieder weg! Mit dem ersten Update des Jahres haben die Entwickler den Klassiker nicht nur rehabilitiert, sondern ihm sogar WiFi-Roaming und bessere Sicherheit spendiert – er darf also offiziell wieder mitspielen. Dazu gibt es schicke neue Unterstützung für mmWave-Radar und Luftqualitätssensoren, damit du genau weißt, wer sich wann in welcher Dunstwolke bewegt.
Bevor du aber euphorisch den „Update“-Button hämmerst, wirf einen Blick in deine Secrets: Die API-Passwort-Authentifizierung ist endgültig rausgeflogen, ab jetzt läuft das nur noch über moderne Verschlüsselung. Dafür bekommst du aber auch ein OTA-Rollback, falls dein Optimismus mal wieder größer war als die Kompatibilität deiner Config. Also, räum den Speicher auf (die Entwickler haben es beim Code auch getan) und viel Spaß beim Flashen!
IKEA und Matter: Günstig, aber leider nicht ganz helle
Du dachtest, mit den neuen Matter-Geräten von IKEA zieht endlich günstige und unkomplizierte Intelligenz in dein Smart Home ein? Da hast du die Rechnung leider ohne den Wirt – oder besser gesagt, ohne den hauseigenen Hub – gemacht. Denn obwohl großspurig mit dem offenen Standard geworben wird, stellen sich die Sensoren und Schalter ziemlich bockig an, sobald sie ohne ihre gewohnte IKEA-Zentrale auskommen sollen. Statt smarter Vernetzung gibt es dann oft nur „dumme“ Funktionen oder gar Arbeitsverweigerung.
Es wirkt fast so, als wäre das Matter-Label hier eher ein frommer Wunsch als technische Realität. Wenn die Hardware ohne die extra Bridge vom Schweden kaum nutzbar ist, führt das den Gedanken eines offenen Standards natürlich ad absurdum. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass ein niedriger Preis allein eben noch kein schlaues Zuhause macht – und du dir gut überlegen solltest, ob du dir diese „dummen“ Mitbewohner wirklich ins Haus holen willst.
Dies ist nicht meine Meinung, sondern die von Peter Zillinger (zu lesen bei DerStandard)
Meine Meinung: Warum dein Smart Home mehr Knöpfe braucht
Vergiss mal kurz die Idee, dass dein perfektes Smart Home jeden deiner Wünsche von deinen Augen abliest oder du ständig mit unsichtbaren Assistenten quatschen musst. Manchmal ist die Lösung für das Lichtproblem nämlich erschreckend analog: Ein einfacher Knopf. Physische Schalter und Fernbedienungen sind oft viel praktischer als Sprachbefehle. Gerade wenn Gäste da sind, willst du ihnen sicher nicht erst erklären, wie sie die „Gute Nacht“-Szene per Codewort starten, oder ihnen Zugriff auf dein ganzes System geben, nur damit sie im Gästezimmer nicht im Dunkeln sitzen.
Außerdem sind diese kleinen Helferlein echte Lebensretter für Situationen, in denen du einfach keine Lust hast, mit einer Maschine zu diskutieren oder dein Smartphone in die Hand zu nehmen um dort ein über ein Dashboard einen Schalter zu betätigen. Ob ein „Schlafenszeit“-Knopf auf dem Nachttisch, der alles ausschaltet, oder eine Fernbedienung auf dem Schreibtisch für die Musiksteuerung – haptisches Feedback schlägt frustriertes Anschreien von Smart Speakern um Längen. Die Dinger kosten fast nichts, kleben überall und machen dein High-Tech-Zuhause paradoxerweise dadurch erst richtig nutzbar, dass sie es wieder ein bisschen „dümmer“ und greifbarer machen.
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